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Stimmungswogen beim Weinfest des MGV »Froher Liederkranz«

Gleich drei Weinköniginnen auf nur einem einzigen Fest

Lügde (af­k). Dass das Wein­fest des »Fro­her Lie­der­kranz« Lügde all­jähr­lich zu den Höhe­punk­ten im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Stadt zählt, ist hin­läng­lich be­kannt. Wer Stim­mung, Ge­sel­lig­keit und jede Menge Hu­mor sucht, der ist bei die­ser Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tung stets bes­tens auf­ge­ho­ben. Im­mer voll be­setzte Säle und eine War­te­liste von Ver­ei­nen, die gern mal in Lügde da­bei wären, sind der beste Be­weis für ein stim­mi­ges Fest! Zu­dem ge­lingt es dem Or­ga­ni­sa­ti­ons­team des Männer­ge­sang­ver­eins im­mer wie­der, durch eine ge­schickte Aus­wahl von Gast­chören auch neue En­sem­bles in das Schüt­zen­haus zu lo­cken, die für in­ter­essante Farb­tup­fer im Pro­gramm sor­gen. Das Schüt­zen­haus wie­derum wird schon Tage zu­vor von den Mit­glie­dern herbst­lich ge­schmückt und ver­wan­delt sich in eine gemüt­li­che Wein­lau­be. Mit dazu gehören selbst­ver­ständ­lich auch Wein­gott Bac­chus, der sich mit dem MGV-Vor­sit­zen­den Karl- Heinz Eve­rings bes­tens per­so­ni­fi­ziert, aber auch »­Die Rebläu­se«, vier san­ges- und text­freu­dige Her­ren (Ro­land Ko­zuchow­ski, Pe­ter Ber­bert, An­dreas und Mar­kus Tap­pe), die nicht da­vor zurück­scheuen Chor­ge­heim­nisse ge­sang­lich der Öf­fent­lich­keit preis­zu­ge­ben. Sie gehören ein­fach zum Fest dazu – auch wenn‘s dies­mal im wahrs­ten Sinne des Wor­tes ganz schön haa­rig wur­de. Die Rebläuse ha­ben auch ein Händ­chen für po­puläre Me­lo­dien, so dass auch hier schnell der Funke zum Pu­bli­kum ü­ber­springt.

Zum zünf­ti­gen Wein­fest gehört selbst­ver­ständ­lich in je­dem Jahr eine Wein­kö­ni­gin, die stets aus der an­we­sen­den Da­men­welt her­aus zu später Stunde ge­wählt und pro­kla­miert wird. Dass der Wel­ten­bumm­ler (Karl-Heinz Eve­rings) in je­weils äußerst schril­lem Out­fit in bes­ter Kar­ne­vals­büt­ten­re­de­ma­nier das Pu­bli­kum im Handum­dre­hen mit sei­nen skur­ri­len Ge­schich­ten zum La­chen zu brin­gen ver­mag – bit­te, auch das hat sich längst her­um­ge­spro­chen. Wenn dann noch ed­ler Re­ben­saft auf die Ti­sche kommt (a­ber auch das Kühle Blonde wird hier durch­aus ser­viert) und Gas­sen­hau­er, Schla­ger und Wein­lie­der vom mu­si­ka­li­schen En­ter­tai­ner Heinz Seck (Kol­ler­beck) zum Mit­sin­gen, Schun­keln und Tan­zen ein­la­den, dann ist der zweite Teil die­ses Fes­tes be­reits als Er­folg ver­bucht.

(Fast) al­les wäre ge­we­sen wie sonst, wenn da nicht dies­mal ein »Ü­be­r­an­ge­bot« an Wein­kö­ni­gin­nen be­reit ge­stan­den hät­te: Beim Auf­takt zog die am­tie­rende Wein­kö­ni­gin Ja­nine I. (Fes­ting) in Be­glei­tung von Wein­gott Bac­chus und Ze­re­mo­ni­en­meis­ter Wal­ter (Blo­me) in den Saal, und dann kam auch noch die Wein­kö­ni­gin von 2005, Ve­ro­nika I. (Zie­mann), die aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den die­ses Er­eig­nis in ih­rer Amts­zeit nicht hatte wahr­neh­men kön­nen. Kein Pro­blem, sag­ten sich die MG­Ver, dann ha­ben wir statt ei­ner eben mal zwei Kö­ni­gin­nen. Beide be­ka­men natür­lich ihre Eh­ren­tän­ze. Später am Abend wurde die Wein­kö­ni­gin­nen- Ver­samm­lung dann noch ver­größert, als es um die Ma­jestät 2007 ging. In ab­so­lut ge­hei­mer Wahl fiel die Ent­schei­dung letzt­lich zu­guns­ten von Anne Schlüter, die von Orts­vor­ste­he­rin Bir­git Platte mit Krone und Schärpe ver­se­hen wur­de. Der Eh­ren­tanz mit ihr war dem stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­tian Ten­nie vor­be­hal­ten.

Der erste Teil der Ver­an­stal­tungs­pro­gramms gehörte auch dies­mal wie­der dem Ge­sang. Das ist dann so­zu­sa­gen auch das »Ein­tritts­geld« der Gast­chöre, die sich mit ein­schlä­gi­gem Lied­gut dem An­lass des Fes­tes an­pas­sen. Der MGV »Fro­her Lie­der­kranz«, dies­mal un­ter der ver­tre­ten­den Lei­tung von Jür­gen Dre­wes, be­grüßte die Gäste mu­si­ka­lisch und gab die Bühne dann frei für den MGV »­Lie­der­ta­fel« Eschen­bruch (Lei­tung Da­niela Pal­ma), der mit »Lol­li­pop« gleich einen at­trak­ti­ven Ak­zent setz­te. Der MGV »­Lie­der­ta­fel zu Barn­trup« be­sang un­ter der Lei­tung von Fried­rich Krü­ger heiße spa­ni­sche Nächte und der Holz­häu­ser Män­ner- und Frau­en­chor (Ma­ria Po­tach­ni­ko­va) hatte so­gar einen kroa­ti­schen Wein­spruch mit­ge­bracht. Die alt­be­kannte »Rose von Bur­gun­d« pflückte die Pyr­mon­ter Chor­ge­mein­schaft (Heinz Re­ben­tisch). Und dann ka­men die Ab­räu­mer des Abends: Der Grieße­ta­ler Shan­ty­chor (zu­sam­men­ge­setzt aus Mit­glie­dern der Män­ner­chöre Grießem und Re­her-Rei­ner­beck) un­ter der Lei­tung des in Lügde bes­tens be­kann­ten Karl-Heinz Isen­berg (Kin­der- und Ju­gend­chor, »­canto al­le­gro«) in flot­tem Ka­pitäns­kostüm zog alle Re­gis­ter, um die Stim­mung rich­tig an­zu­hei­zen, be­glei­tet so­gar von der ei­ge­nen Ka­pel­le. Beim We­ser­lied war es dann um alle ge­se­hen und die Stim­mung er­reichte ih­ren ers­ten Sie­de­punk­t.

­Be­darf es noch des Hin­wei­ses, dass die Nacht wein­se­lig, stim­mungs­voll und sehr lang wur­de? Ver­mut­lich nicht, denn auch das gehört zur Tra­di­tion der Lüg­der MGV- Wein­fes­te!

vom 17.10.2007 | Ausgabe-Nr. 42A

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