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Zentrales Bildungsmanagement soll Perspektiven eröffnen

Auftakt in der Lipperlandhalle

Kreis Lip­pe. Die Kreis­ver­wal­tung plant ein zen­tra­les Bil­dungs­ma­na­ge­ment, um sich da­mit der grundsätz­li­chen Ver­ant­wor­tung für die Si­che­rung der Be­rufs- und Le­bens­per­spek­ti­ven der Men­schen in Lippe zu stel­len. Den Auf­takt bil­dete jetzt eine Ver­an­stal­tung mit Re­fe­ra­ten, Work­shops und ei­nem Ple­num in der Lem­goer Lip­per­land­hal­le. »Das Bil­dungs­ma­na­ge­ment soll un­ter an­de­rem die Ü­ber­gänge vom Kin­der­gar­ten in die Schule und später in den Be­ruf op­ti­mie­ren«, er­läu­terte Land­rat Frie­del Heu­win­kel bei der Eröff­nung. Ein zen­tra­les Bil­dungs­ma­na­ge­ment im Kreis Lippe soll al­len so­zia­len Schich­ten und Grup­pen einen Zu­gang zur Bil­dung er­mög­li­chen und die Aus­bil­dungs­fähig­keit jun­ger Men­schen ver­bes­sern. Im Rah­men die­ser Op­ti­mie­rung sei es er­for­der­lich, den Kon­sens al­ler Be­tei­lig­ten in ge­mein­sam wahr­ge­nom­me­ner Ver­ant­wor­tung her­zu­stel­len. Die wach­sende Be­deu­tung von Bil­dung und le­bens­lan­gem Ler­nen so­wie der stei­gende Fach­kräf­te­be­darf auch bei uns in der Re­gion for­dern zum Han­deln auf. Da­bei ist es wich­tig, neue Lö­sungs­kon­zepte zu ent­wi­ckeln. »­Die be­son­dere Be­deu­tung kom­mu­na­ler Ver­ant­wor­tung liegt in un­se­rer Bil­dungs­land­schaft. Mit dem Auf­takt in der Lip­per­land­halle möch­ten wir nun einen Im­puls für eine stär­kere Ko­ope­ra­tion al­ler re­gio­na­ler Bil­dungs­trä­ger ge­ben«, so der Land­rat. Während der Ver­an­stal­tung er­fuh­ren die Teil­neh­mer, wie sich das Bil­dungs­ma­na­ge­ment kon­kret auf­baut, wo die Ver­ant­wort­lich­kei­ten der be­tei­lig­ten Ak­teure lie­gen und wel­che ge­mein­sa­men Per­spek­ti­ven das zen­trale Bil­dungs­ma­na­ge­ment im Kreis Lippe bie­tet. Mit der In­itia­tive »Ju­gend braucht Zu­kunft« und dem Zu­kunfts­büro »Lippe 2020« hat der Kreis be­reits ei­nige in­no­va­tive Pro­jekte auf den Weg ge­bracht. Die Ein­rich­tung ei­ner Ko­or­di­nie­rungs­stelle für den Ü­ber­gang von der Schule in den Be­ruf (Schu.B) oder die Eröff­nung von fünf Selbst­lern­zen­tren in Lippe und Her­ford sind nur zwei Bei­spiele dafür. Mit ei­nem zen­tra­len Bil­dungs­ma­na­ge­ment möchte die Bil­dungs­kom­mis­sion Lip­pe, die sich aus al­len we­sent­li­chen Ak­teu­ren der lip­pi­schen Bil­dungs­land­schaft zu­sam­men­setzt, jetzt einen zen­tra­len Bei­trag für die wirt­schaft­li­che, so­ziale und kul­tu­relle Zu­kunft der Re­gion leis­ten. Dazu zählen z.B. die früh­kind­li­che För­de­rung, die Nach­qua­li­fi­zie­rung jun­ger Er­wach­se­ner oder die Un­ter­stüt­zung neuer Bil­dungs­lehr­stühle in Ko­ope­ra­tion mit der Wirt­schaft. Auch Mi­chael Uh­lich, Ab­tei­lungs­di­rek­tor Schule bei der Be­zirks­re­gie­rung Det­mold und Prof. Dr. An­gela Paul-Kohl­hoff von der Tech­ni­schen Uni­ver­sität Darm­stadt mach­ten in ih­ren Re­fe­ra­ten deut­lich, wel­che Ver­ant­wor­tung für die re­gio­nale Bil­dung auf den Kom­mu­nen liege und wel­che Po­si­tion Bil­dungs­land­schaf­ten im bun­des­wei­ten, aber auch im eu­ropäi­schen Kon­text ein­neh­men. »Künf­tig gilt es, das Ge­mein­same im Sinne ei­ner staat­lich-kom­mu­na­len Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft ge­zielt zu su­chen und struk­tu­rell und res­sour­cen­ge­stützt ab­zu­si­chern«, so Uh­lich. Nur so könne die Bil­dungs- und Aus­bil­dungs­qua­lität für alle Ju­gend­li­chen und Kin­der deut­lich und nach­hal­tig ver­bes­sert wer­den.

vom 17.10.2007 | Ausgabe-Nr. 42A

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