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Wunsch auf Kooperationen

Selbsthilfe-Kontaktstelle feierte 10-jährigen Jubiläum

Kreis Lip­pe. Selbst­hilfe ver­dient Un­ter­stüt­zung, so lau­tete das Fa­zit der Po­di­ums­gäs­te, un­ter de­nen auch Land­rat Frie­del Heu­win­kel, Bär­bel Brün­ger vom "V­dek" und der Land­tags­ab­ge­ord­nete Den­nis Ma­el­zer (SPD) wa­ren. In Selbst­hil­fe­grup­pen er­brin­gen Men­schen so­ziale Leis­tun­gen eh­ren­amt­lich, die als Er­gän­zung zur öf­fent­li­chen Ver­sor­gung un­ver­zicht­bar ge­wor­den sind. "A­ber Selbst­hilfe braucht auch Un­ter­stüt­zung." er­gänzt Helga von der Eltz, Spre­che­rin der Oer­ling­hau­ser Gruppe "Pfle­gende An­gehö­ri­ge.

An­lass der Ver­an­stal­tung war das 10-jäh­rige Be­ste­hen der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle Kreis Lip­pe, vie­len noch als Li­KISS be­kannt, Lip­pi­sche Kon­takt- und In­for­ma­ti­ons­stelle für Selbst­hil­fe­grup­pen. Nach ei­ner ein­stim­men­den Po­di­ums­run­de, die von Vol­ker Schu­bach, Ge­schäfts­füh­rer von "Das Dach e.V.", mo­de­riert wur­de, bil­de­ten 10 Tisch­ge­spräche das Kernstück der Ver­an­stal­tung. Hier konn­ten Selbst­hilfe-Ak­tive und Ärz­te, Psy­cho­the­ra­peu­ten, So­zi­al­päd­ago­gen, Pfle­ge­dienst­lei­ter und Ver­tre­ter aus Po­li­tik und Ver­wal­tung im di­rek­ten Kon­takt Fra­gen klären und ge­mein­same Ideen für die Zu­kunft ent­wi­ckeln. "Wir woll­ten mit der Ver­an­stal­tung Selbst­hilfe-Ak­ti­ven und Fach­leu­ten die Mög­lich­keit zum di­rek­ten Ge­spräch an­bie­ten, um be­ste­hende Kon­takte zu fes­ti­gen und neue Ko­ope­ra­tio­nen an­zu­stoßen", sagte Ka­rin Mar­ci­niak, Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle Kreis Lip­pe. "Das Kon­zept ist auf­ge­gan­gen. Am Ende gab es kon­krete Ver­ab­re­dun­gen von Selbst­hilfe-Ak­ti­ven und Ver­tre­tern aus an­de­ren Be­rei­chen für die wei­tere Zu­sam­men­ar­beit." So bot der Land­rat der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle an, die struk­tu­rel­len Mög­lich­kei­ten des Krei­ses ein­zu­be­zie­hen, um den Bür­gern in den Rand­re­gio­nen die Selbst­hilfe im wahrs­ten Sin­nen näher zu brin­gen, un­ter an­de­rem durch Fahr­ten mit dem Lip­pe­mo­bil. Ge­mein­sam mit Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sind In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und Grup­pen­an­ge­bote für Pfle­gende An­gehö­rige in den Rand­re­gio­nen ge­plant. Bür­ger­meis­ter Rai­ner Hel­ler zeigt sich be­ein­druckt vom En­ga­ge­ment der Sucht­hil­fe, die jun­gen suchtaf­fi­nen Aus­zu­bil­den­den eine be­ruf­li­che Per­spek­tive bie­tet, diese Ar­beit müsse un­ter­stützt wer­den. Dr. Alex­an­der Grau­denz von der Ärz­te­kam­mer be­zeich­nete das Ver­hält­nis von Selbst­hil­fe­grup­pen und Ärz­ten als "­nicht im­mer ein­fach", aber er wolle dazu bei­tra­gen, es zu ver­bes­sern. Dr. Hel­mut Mid­deke (Kli­ni­kum Lip­pe) und Dr. Ah­mad Bransi (G­PZ) zo­geen be­reits eine ü­ber­wie­gend po­si­tive Bi­lanz der Zu­sam­men­ar­beit mit Selbst­hil­fe­grup­pen. Man dürfe die Zu­sam­men­ar­beit mit Selbst­hil­fe­grup­pen nicht nur als Zeit­fak­tor se­hen, weil sie eine wich­tige er­gän­zende Hilfe für Pa­ti­en­ten sein kön­nen. Eine zen­trale For­de­rung der Tisch­ge­spräche zur psy­cho­so­zia­len Ver­sor­gung in Lippe ist die Ein­rich­tung ei­ner kreis­wei­ten psy­cho­so­zia­len Ar­beits­ge­mein­sacht in der Be­trof­fe­ne, An­gehö­rige und Fach­leute zu glei­chen Tei­len ver­tre­ten sind.

vom 09.01.2013 | Ausgabe-Nr. 2A

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