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»Energieforum DT«: Wohin steuern wir unsere Wetterküche?

Klimawandel als technologische Chance

Det­mold (hn). Nicht erst seit dem Or­kan »Ky­rill«, der flächen­de­ckend ganz Deutsch­land in Schre­cken ver­setz­te, rückt das Thema Wet­ter­ex­treme im­mer stär­ker in den Mit­tel­punkt der Öf­fent­lich­keit. Er­le­ben wir der­zeit eine nach­hal­tige Kli­maän­de­rung und in­wie­weit sind wir Men­schen daran schuld oder mit schuld? Was ist dran am Treib­haus­ef­fekt, am Ozon­loch – und wie geht es wei­ter? Diese The­ma­tik war In­halt der ers­ten Vor­trags­ver­an­stal­tung der neuen Reihe »­Ener­gie­Fo­rumDT«, die am ver­gan­ge­nen Mitt­woch von der Spar­kasse Det­mold und den Stadt­wer­ken Det­mold vor vol­lem Haus aus der Taufe ge­ho­ben wur­de.

Re­fe­rent der Auf­takt­ver­an­stal­tung war der zum Ka­chel­mann-Team gehörende TV-Wet­ter­frosch Sven Plö­ger, der im März 1999 seine Fern­seh­kar­riere mit dem »Wet­ter im Ers­ten« star­te­te. Plö­ger, 1967 in Bonn ge­bo­ren, machte 1986 in St. Au­gus­tin sein Ab­itur. Nach der Bun­des­wehr­zeit be­gann er 1989 sein Me­teo­ro­lo­gie­stu­dium an der Uni­ver­sität in Köln, das er 1996 ab­schloss. Im Juli lan­dete er im Ka­chel­mann-Team, dem er bis heute treu blieb. Aus sei­ner Tätig­keit ent­wi­ckel­ten sich Fach­vor­trä­ge, die zu sei­ner großen Lei­den­schaft wur­den – eine Art Be­ruf ne­ben dem Be­ruf.

­Ste­hen Plö­ger im Fern­se­hen zwei Mi­nu­ten und 19 Se­kun­den für die Wet­ter­pro­gno­sen zu Ver­fü­gung, so durfte er bei die­ser Ver­an­stal­tung 90 Mi­nu­ten re­den – und die vie­len Zuhö­rer er­leb­ten einen kurz­wei­li­gen und in­for­ma­ti­ven Abend. Sven Plö­ger räumte mit dem Vor­ur­teil auf, dass der Mond das Wet­ter be­stimme und er mach­te, ohne zu dra­ma­ti­sie­ren, die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels deut­lich. Die Mit­tel­tem­pe­ra­tur sei welt­weit um 0,7 Grad Cel­sius an­ge­stie­gen und die Kli­ma­for­scher rech­ne­ten mit ei­nem wei­te­ren An­stieg um drei Grad cel­sius im wei­te­ren Jahr­hun­dert. Darum wollte Plö­ger auch nicht von ei­ner Kli­ma­ka­ta­stro­phe re­den son­dern sprach da­von, das man den Kli­ma­wan­del als tech­no­lo­gi­sche Chance be­grei­fen sol­le, denn je­der könne et­was für den Kli­ma­schutz tun. Seine Tipps reich­ten vom rich­ti­gen tan­ken, ü­ber Geräte im Standby lau­fen las­sen, Wasch­ma­schine voll la­den und nicht auf 95 Grad stel­len bis hin zu Pro­duk­ten aus der Re­gion kau­fen. In der ab­sch­ließen­den Dis­kus­si­ons­runde ka­men dann die Zuhö­rer zu Wort und Sven Plö­ger stand sou­ver­än Rede und Ant­wort.

vom 17.10.2007 | Ausgabe-Nr. 42A

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