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Sicherheit per Knopfdruck

Agnes Starke vertraut seit zehn Jahren auf Hausnotruf

 

Det­mold. Haus­not­ruf gibt Si­cher­heit. Da­von ist Agnes Starke ü­ber­zeugt. Den Not­fall-Knopf trägt die 89-Jäh­rige nun schon seit zehn Jah­ren im­mer bei sich. Für diese Treue zum Haus­not­ruf ü­ber­reich­ten Jo­han­ni­ter-Vor­stand Jür­gen von Ol­berg und Haus­not­ruf­lei­te­rin Gaby Nordahl ihr einen großen Blu­men­strauß.

Das Haus­not­ruf-Sys­tem wurde für die Det­mol­der Rent­ne­rin vor zehn Jah­ren ganz plötz­lich zum The­ma. Sie er­litt da­mals in der Markt­kir­che einen Zu­sam­men­bruch. An­dere Got­tes­dienst­be­su­cher konn­ten ihr rasch hel­fen. Doch, so fragte sich Agnes Star­ke, was pas­siert bei ei­nem Not­fall in den ei­ge­nen vier Wän­den? Die Witwe lebt al­lein in ih­rer Woh­nung am Rande der Det­mol­der Alt­stadt. Wenn dann das Te­le­fon nicht er­reich­bar ist, könnte sie auch keine Hilfe ho­len. Eine Si­tua­tion, in die äl­te­re, kranke und be­hin­derte Men­schen schnell ge­ra­ten kön­nen, weiß Gaby Nordahl. "­Be­son­ders Men­schen die al­lein le­ben, benöti­gen für sol­che Fälle ein Si­cher­heits­sys­tem."

A­gnes Starke ent­schied sich nach dem Vor­fall rasch für den Haus­not­ruf. Sie trägt im­mer einen mo­bi­len Sen­der um den Hals, der auf Knopf­druck eine Ver­bin­dung zur Haus­not­ruf­zen­trale der Jo­han­ni­ter schafft. Diese stellt ü­ber ein sta­tionäres Gerät in der Woh­nung eine akus­ti­sche Ver­bin­dung her und sorgt bei Be­darf für schnelle Hilfe durch Kon­takt­per­so­nen in der Nach­bar­schaft oder den Ret­tungs­dienst. Benötigt hat Agnes Starke die Hilfe bis­lang nicht. Dafür hat sie – un­be­ab­sich­tigt – schon mal Fehl­alarm aus­gelöst. "Plötz­lich stand dann mein En­kel in der Tür und frag­te, was los sei." Für die Det­mol­de­rin gibt der Haus­not­ruf dop­pelt Si­cher­heit: "Ich fühle mich si­che­rer, wenn ich im Haus un­ter­wegs bin. Und auch meine vier Kin­der sind be­ru­higt seit­dem sie wis­sen, dass ich mir schnell Hilfe ho­len kann."

Knapp 1.400 ak­tive Teil­neh­mer ver­zeich­net der Haus­not­ruf der Jo­han­ni­ter-Un­fall-Hilfe in den Krei­sen Lippe und Höx­ter. "Zu we­nig", fin­det Gaby Nordahl, und hat da­bei vor al­lem jün­gere Se­nio­ren und Män­ner im Blick. "Das Not­fall­ri­siko steigt nicht erst mit 85 Jah­ren. Und es trifft auch nicht nur Frau­en. Trotz­dem sind we­ni­ger als 20 Pro­zent un­se­rer Haus­not­ruf­teil­neh­mer Män­ner."

Wei­tere In­for­ma­tio­nen un­ter ww­w.juh-lippe-ho­ex­ter.­de.

vom 01.12.2012 | Ausgabe-Nr. 48B

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