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Kunstmauer Blomberg mit Rekordbeteiligung der Künstler

Unikate aus der Vorstellungsgabe

 

Blom­berg (lig). 57 Ma­ler und Bild­hauer prä­sen­tier­ten sich bei der Kunst­mauer in Blom­berg. Da­mit war die An­zahl der aus­stel­len­den Künst­ler so hoch wie noch nie. Sie zeig­ten Ori­gi­nale aus den Be­rei­chen Skulp­tur und Ma­le­rei.

"Es sind fes­selnde Uni­ka­te, die der Vor­stel­lungs­kraft der Künst­ler ent­sprin­gen", kün­digte Irene Sent­ner für das Or­ga­ni­sa­to­ren­team der Kunst­mauer an. Das elfte Jahr wurde nun die graue Stadt­mauer Blom­bergs mit Ma­le­rei be­han­gen und wie der Bür­ger­meis­ter Blom­bergs, Klaus Gei­se, fand "jede Aus­stel­lung war ein­zig­ar­tig durch den Wan­del der Kunst und der Aus­stel­ler". So sei früher phan­tas­ti­scher Rea­lis­mus aus ganz Deutsch­land zu se­hen ge­we­sen und heute seien es Ori­gi­nale von Kunst­schaf­fen­den aus der Re­gion die bis zum Kunst­hand­werk mit ver­schie­de­nen Ma­te­ria­lien wie Holz, Ke­ra­mik und Ei­sen rei­che. Das Blom­berg mit der Kunst­mauer nicht nur ein Aus­hän­ge­schild für sich selbst, son­dern für die Re­gion Lippe ist, be­fand der stell­ver­tre­tende Land­rat Dr. Axel Leh­mann und Blom­berg Mar­ke­ting Vor­sit­zen­der, Hans-Os­kar Wnendt, ließ es sich nicht neh­men für "­sei­ne" Stadt und "­sei­ne" In­sti­tu­tion zu wer­ben. Nach dem Ein­marsch zu Du­del­sack­klän­gen hat­ten sie ge­mein­sam die Kunst­mauer eröff­net.

­Be­tra­ten die An­we­sen­den den Schwei­ge­gar­ten so vie­len ih­nen wohl un­wei­ger­lich die lip­pi­sche Rose aus Ei­sen und der Her­mann auf. Diese stam­men von Hans Kor­des aus Kau­nitz. Aber wie kommt ein Men­sch, der aus der Nähe von Verl stammt dazu die Wahr­zei­chen Lip­pes nach­zu­ar­bei­ten. Ant­wort: Seine Ehe­frau stammt aus Oer­ling­hau­sen und er wollte ihr ein Stück­chen ih­rer Hei­mat "­ver­pflan­zen".

Dar­aus wurde eine größere Pro­duk­tion, da auch an­dere Men­schen Ge­fal­len daran hat­ten einen klei­nen Her­mann im Gar­ten zu ha­ben. Doch nicht nur lip­pi­sche Sym­bole baut er. Seit rund sechs Jah­ren lässt Kor­des Skulp­tu­ren aus Ei­sen ent­ste­hen. Da­bei wer­den Steine und Höl­zer ebenso mit ein­ge­ar­bei­tet. "­Die Skulp­tur ent­steht beim Ar­bei­ten", er­klärt er und manch­mal nehme er sie auch zwei bis drei Mal mit in die Werk­statt, bis er zu­frie­den sei.

Erst­mals war Ur­sula Rhod­mann aus Det­mold bei der Kunst­mauer da­bei. Sie kam erst im ver­gan­ge­nen Jahr zur Ma­le­rei. "Ich hätte nicht ge­dacht, dass ich ma­len kann", be­schrieb sie ihre ei­gene Ü­ber­ra­schung. Sie be­treibt ab­strakte Acryl­ma­le­rei und lässt sich bei den Mo­ti­ven von der Fa­mi­lie und Ein­flüs­sen des Le­bens in­spi­rie­ren. Von der Kunst­mauer ist sie be­geis­tert und hält den Aus­stel­lungs­raum für eine "­su­per Lo­ka­tion".

K­eine Un­be­kannte bei der Kunst­mauer ist Sa­bine Died­rich aus St­ein­heim. Sie ist be­reits das fünfte Mal da­bei aber hatte in die­sem Jahr eine ganz neue Rich­tung im künst­le­ri­schen Gepäck. "Ich habe mich und meine Ar­bei­ten wei­ter­ent­wi­ckelt, denn ich war auf der Su­che nach neuen Tech­ni­ken", erzählt sie. So sei sie in die­sem Jahr Teil­neh­me­rin der Som­mer­aka­de­mie in Schwa­len­berg ge­we­sen. Hatte sie zu­vor auf Lein­wand ge­malt, so be­dient sie sich jetzt an Holz als Un­ter­grund. "So kann man sie gut auch als Gar­ten­de­ko­ra­tion nut­zen", erzählt die St­ein­hei­me­rin, die ge­mein­sam mit den wei­te­ren Künst­lern und ih­ren Wer­ken eine be­zau­bernde Ku­lisse ent­lang der Blom­ber­ger Stadt­mauer bot.

vom 11.08.2012 | Ausgabe-Nr. 32B

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