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Neue Konzeptionen auf der Nordseeinsel Amrum

Am­rum-Nord­dor­f/­Schie­der (lig). Pro­jekt »M« heißt das Kon­zept, wel­ches mit ei­nem Fi­nanz­vo­lu­men von 30 Mil­lio­nen Euro für acht Pro­jekte auf der In­sel Am­rum um­ge­setzt wer­den soll. Ein Pro­jekt die­ses Kon­zep­tes bein­hal­tet auch die Neu­aus­rich­tung der Frei­zeit­bä­der auf der In­sel so­wie ei­ner Neu- und Um­ge­stal­tung des Frei­ba­des Nord­dorf, das ge­schlos­sen wurde und dem die Schie­de­ra­ner eine neue Rut­sche ver­dan­ken. Das Frei­bad in Nord­dorf war 30 Jahre alt, als es ge­schlos­sen wur­de. Grund dafür wa­ren die zu ho­hen Kos­ten für das Bad. »Ob­wohl es eine Ver­ein­ba­rung auf Am­rum gab, dass sich die AOK Mut­ter-Kind-Kli­nik, die sich eben­falls in Nord­dorf be­fin­det, mit 60.000 Euro im Jahr an den Kos­ten be­tei­lig­ten, reichte dies nicht ein­mal, um die Ener­gie­kos­ten zu de­cken«, teilte der Bür­ger­meis­ter von Nord­dorf, Pe­ter Koß­mann, mit. Je­des Jahr blie­ben 300.000 Euro an un­ge­deck­ten Kos­ten. Der Blick in die Zu­kunft ließ die Nord­dor­fer nicht hof­fen, dass sich in den nächs­ten Jah­ren et­was daran än­dern wür­de, denn mitt­ler­weile war auch die Ver­weil­dauer der Gäste zurück­ge­gan­gen. Während in frühe­ren Jah­ren die Gäste durch­schnitt­lich 17 Tage Ur­laub auf der In­sel mach­ten, sind es jetzt nur noch 9 Ta­ge. Ü­b­ri­gens hat Am­rum 2350 Ein­woh­ner mit 12.000 Gäs­te­bet­ten. Das heißt auf einen Ein­hei­mi­schen kom­men vier Ur­lau­ber. Im Jahr ver­bu­chen die Am­ru­mer 1.200.000 Ü­ber­nach­tun­gen. Auf­grund der ho­hen Rest­kos­ten wurde das Nord­dor­fer Frei­ba­dim Ok­to­ber 2006 ge­schlos­sen und eine neue Kon­zep­tion aus­ge­ar­bei­tet.

So soll im Orts­teil Witt­dün, wo sich be­reits das »Tha­lasso Zen­trum«(eine Art Kur­mit­tel­haus mit Well­ness) so­wie das Am­rum »Bade­lan­d« (Er­leb­nis­hal­len­bad) aus­ge­baut und er­wei­tert wer­den. Das ehe­ma­lige Frei­bad in Nord­dorf soll zu ei­ner Wohl­fühl­wiese mit Kin­der­spiel­platz um­ge­baut wer­den. Dazu wird das tiefe Schwimm­be­cken an­ge­ho­ben und mit viel Sand zum Bud­deln und Bauen ge­füllt. Das fla­che Be­cken soll zu ei­ner Art Was­ser­land­schaft um­funk­tio­niert wer­den, wo­bei sich Kin­der mit ei­nem Floß am Band ü­ber das Was­ser zie­hen kön­nen. Kurz­fris­tig will man auf Am­rum die Sand­land­schaft be­reits um­set­zen – al­les Wei­te­re, wie der Aben­teu­er­spiel­platz, soll in Zu­kunft ent­ste­hen. Aus dem an­lie­gen­den Ge­bäude des Frei­ba­des wird ein Er­leb­nis­mu­seum für Kin­der ab drei Jah­ren. Hier­für setzt sich der Am­rum Ver­ein »Öm­rang Fe­rian« ein. Der hat das Ge­bäude be­reits ei­genstän­dig sa­niert und wird das Er­leb­nis­mu­seum darin ein­rich­ten. Im drit­ten Teil der Se­rie le­sen Sie, wie Bi­cker und Wie­he­meier auf Am­rum ein­tref­fen und wo sie ihr ers­ter Weg hin­führt.

vom 27.02.2008 | Ausgabe-Nr. 9A

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