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Stiftung der Hochschule für Musik bilanziert das erste Jahr ihres Bestehens

Förderung des Nachwuchses hat Priorität

Det­mold (jus). Der Stif­tung der Hoch­schule für Mu­sik Det­mold ist es ge­lun­gen, auch schon im ers­ten Jahr ih­res Be­ste­hens, auf die Un­ter­stüt­zung er­folg­rei­cher Pro­jekte zu ver­wei­sen. Mit ins­ge­samt 7000 Euro wur­den im Jahr 2007 die Det­mol­der Som­mer­aka­de­mie, das Hoch­be­gab­ten-Zen­trum, eine Reise des Hoch­schul­cho­res zu ei­nem in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb in Athen und eine Reise der »­Ba­rock­aka­de­mie« nach Pa­ris un­ter­stütz­t.

Für das Jahr 2008 wer­den vor­aus­sicht­lich acht Pro­jekte mit der stol­zen Summe von 21.000 Euro ge­för­dert. Im Fo­kus der För­de­rung steht be­son­ders der mu­si­ka­li­sche Nach­wuchs, vor­nehm­lich die Un­ter­stüt­zung der Det­mol­der Som­mer­aka­de­mie und des Hoch­be­gab­ten-Zen­trums.

Wich­ti­ges Ziel ist es, die Det­mol­der Som­mer­aka­de­mie auf eine lang­fris­tige Grund­lage zu stel­len, so Rek­tor Prof. Mar­tin Chris­tian Vo­gel. Sie ist es, die den mu­si­ka­li­schen Nach­wuchs mit der Det­mol­der Hoch­schu­le, ih­ren Leh­rern, be­kannt macht. So könnte die Ent­schei­dung für ein späte­res Stu­dium in Det­mold durch die Teil­nahme an der Som­mer­aka­de­mie maß­geb­lich be­ein­flusst wer­den. Denn nach wie vor ist die Kon­kur­renz un­ter den Hoch­schu­len groß und viele Stu­den­ten zieht es in die großen Städ­te, ob­wohl die Be­din­gun­gen häu­fig un­gleich schlech­ter seien als in Det­mold, so Vo­gel.

Fi­nan­zi­ell wird die Som­mer­aka­de­mie von der Hoch­schu­le, dem Land NRW und aus Dritt­mit­teln ge­tra­gen, wozu auch die Zu­wen­dun­gen der Stif­tung zu zählen sind. Ge­fragt ist die Stif­tung auch für Sti­pen­dien des Hoch­be­gab­ten-Zen­trums, des­sen Stu­den­ten zwar schon die Stu­dien­ge­bühren zah­len müs­sen, aber hier grei­fen noch nicht die of­fi­zi­el­len För­der­mög­lich­kei­ten.

E­ben­falls mit Sti­pen­dien hilft die Stif­tung bei außer­ge­wöhn­lich be­gab­ten aus­län­di­schen Stu­den­ten, die der deut­schen Spra­che noch nicht mäch­tig sind und des­halb ein Sprach­se­mes­ter benöti­gen. Es war nach der Eta­blie­rung der Stu­dien­ge­bühren un­er­läss­lich, ein leis­tungs­fähi­ges Sys­tem zu ent­wi­ckeln, das die Stu­dien­bei­träge ab­fe­dert, er­läu­terte Rek­tor Vo­gel.

­Ge­plante Pro­jekte für das Jahr 2008 und 2009 sind: Sti­pen­dien für das Hoch­be­gab­ten-Zen­trum, eine Stu­di­en­reise der Stu­den­ten des Hoch­be­gab­ten-Zen­trums nach Wien als Krö­nung ei­ner the­men­zen­trier­ten Be­schäf­ti­gung mit der Epo­che der Klas­si­k.­Die wei­tere Un­ter­stüt­zung der Som­mer­aka­de­mie gehört ebenso dazu wie eine Kon­zert­reise der Schlag­zeug­klasse nach Athen, Sprachs­ti­pen­dien, das Kon­zert­pro­jekt »100 Jahre Mes­siaen«, ein Mu­si­cal­pro­jekt ei­nes Stu­die­ren­den, die Ver­voll­komm­nung der Or­gel in der Ka­pelle im Pa­lais der Hoch­schule und die Kon­zert­reise des Vo­ka­len­sem­bles der Ba­rock­aka­de­mie nach Is­rael.

Das Stif­tungs­ver­mö­gen ist durch Zu­stif­tun­gen von 44.000 Euro auf 470.000 Euro an­ge­wach­sen, be­rich­tete Vor­stands­mit­glied Dr. Hein­rike Heil von der Stif­tung Stand­ort­si­che­rung des Krei­ses Lip­pe. 10.000 Euro konn­ten ins Stif­tungs­ver­mö­gen ü­ber­nom­men wer­den. Es ist nicht ganz leicht, für einen all­ge­mei­nen Zweck Geld ein­zu­wer­ben, pro­jekt­be­zo­gen ist das ein­fa­cher, so Dr. Hein­rike Heil. Es kom­men aber lau­fend Spen­den und Zu­stif­tun­gen hin­zu, was sehr zu be­grüßen ist.

­Zu­kunfts­mu­sik: Um den Be­reich Mu­sik-Ma­na­ge­ment ab­zu­de­cken, ist ein In­sti­tut für Mu­sik­ver­mitt­lung ge­plant, das die Stif­tung Stand­ort­si­che­rung mit ei­ner Stif­tungs­pro­fes­sur för­dern wird.

vom 20.02.2008 | Ausgabe-Nr. 8A

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