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22. Umwelttag in der Heerser Mühle: Blühendes Land schaffen

Trotz Landregens sehr gut besucht

 

Bad Sal­zu­flen (go). Nach­dem der Um­welt­tag im ver­gan­ge­nen Jahr un­ter dem Motto »­Was­ser­wel­ten« stand, hieß das dies­jäh­rige Motto »Blühen­des Land schaf­fen«. Um Um­welt­zen­trum ist die­ses Motto auf je­den Fall ver­wirk­licht, denn zur Zeit blüht es dort präch­tig, vor al­lem im Fär­ber­gar­ten.

A­ber auch das vie­le, satte Grün auf dem 37 Hektar großen Gelände schmei­chelt dem Au­ge. So war es be­son­ders ein­drucks­voll, beim ö­ku­me­ni­schen Got­tes­dienst zum Auf­takt des Um­welt­ta­ges, den Al­tar mal nicht um­ge­ben von ho­hen Kir­chen­mau­ern zu se­hen, son­dern un­ter ei­ner Krone aus Wei­den­bü­schen. Alle vier Pfar­rer gin­gen auf das Thema Na­tur und Schöp­fung ein. Pfar­rer Hol­ger Tielbür­ger er­in­nerte sich an Schul­aus­flüge in sei­ner Kind­heit, wo der Leh­rer im­mer einen Wett­be­werb dar­aus ver­an­stal­te­te, wer als ers­ter eine Korn­rade am Weges­rand fand. Sie ist durch den Ein­satz von che­mi­schen Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­teln na­hezu nicht mehr an­zu­fin­den ge­we­sen. Umso mehr freut sich Tielbür­ger, dass nun lang­sam ein Um­den­ken statt­ge­fun­den hat, und wie­der mehr wilde Feld- und Korn­blu­men am Weges­rand blühen. Auch der noch während des Got­tes­diens­tes ein­set­zende Re­gen, der den Um­welt­tag fortan treu be­glei­te­te, tat dem In­ter­esse an dem Ak­ti­ons­tag kei­nen Ab­bruch. Im­mer mehr Men­schen, vor al­lem Fa­mi­lien mit Kin­dern, ström­ten her­bei, um das viel­fäl­tige Pro­gramm zu er­le­ben. Ü­ber 30 Aus­stel­ler aus den Be­rei­chen des Um­welt- und Na­tur­schut­zes wa­ren da­bei und mehr als 50 mit­wir­kende Ver­ei­ne, Grup­pen und In­itia­ti­ven. Am Stand der Grund­schule Ahorn­straße etwa konn­ten sich Kin­der ge­gen einen klei­nen Kos­ten­bei­trag bunte Wind­rä­der bas­teln. Viel zu la­chen gab es für die Klei­ne­ren auch durch das un­ter­halt­same Pro­gramm des Sau­resani Thea­ters und des Clow­n­thea­ters »Tildi und Pfüt­ze«. Stolz wa­ren die Kin­der auch, ih­ren El­tern zu zei­gen, was sie im Schul­gar­ten im UWZ al­les an­ge­pflanzt ha­ben. Auch mu­si­ka­li­sche Un­ter­hal­tung gab es reich­lich, etwa durch die städ­ti­sche Mu­sik­schu­le. Viel Be­ach­tung fand auch die Aus­stel­lung der UWZ-Fo­to­grup­pe. Be­son­ders ge­lun­gen und sehr nied­lich etwa das Foto von Antje Gör­der, auf dem drei Fal­kenküken gleich­zei­tig durch ver­schie­dene Mau­er­rit­zen lu­gen. Wer In­ter­esse an Na­tur­fo­to­gra­fie hat, kann sich gerne an Rolf Die­rin­ger un­ter Te­le­fon 05222-21235 wen­den, wann das nächste Tref­fen statt­fin­det. Im Fär­ber­gar­ten ste­hen ak­tu­ell be­son­ders viele Pflan­zen in Blüte; sehr zur Freude von Britta No­ack, die Kurse ge­mein­sam mit der VHS in Na­tur­fär­be­rei im UWZ an­bie­tet, so am 8. und 9. Juli (An­mel­dung bei der Volks­hoch­schule un­ter Te­le­fon 05222-93170). Aus In­di­go, Fär­ber­ka­mille und Frau­en­man­tel­kraut ge­winnt Britta No­ack natür­lich-leuch­tende Far­ben für Schals, Sei­dentücher und Woll­knäuel. Der dies­jäh­rige Um­welt­tag hatte ü­b­ri­gens ho­hen Be­such; aus Ber­lin MdB Ca­jus Cae­sar und aus Düs­sel­dorf Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ute Schä­fer. Sie war jüngst erst zu Gast im Um­welt­zen­trum und setzte al­lein mit ih­rer neu­er­li­chen An­we­sen­heit nach so kur­zer Zeit ein Si­gnal, dass das UWZ einen ho­hen Stel­len­wert ge­nießt und mit sei­nen Fi­nanz­sor­gen wohl nicht al­lein ge­las­sen wer­den wird.

Und man darf sich be­reits auf den nächs­ten Um­welt­tag 2012 freu­en. Ein Ti­cker auf der In­ter­netseite ww­w.heer­ser-mu­eh­le.de ver­rät be­reits, dass er wie­derum im Juni statt­fin­den wird.

vom 22.06.2011 | Ausgabe-Nr. 25A

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