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Realschüler informieren sich über die Abwasserklärung

Lebensnaher Chemieunterricht

Au­gust­dorf. Die 7. Klas­sen der Re­al­schule Au­gust­dorf ha­ben bei ei­ner Un­ter­richts­be­ge­hung im Fach Che­mie die Ar­beits­abläufe ei­ner Klär­an­lage ken­nen ler­nen. Der oft­mals tro­ckenen Stoff von Ver­fah­rensabläu­fen konnte so le­bens­nah ver­mit­telt und ein Rea­litäts­be­zug her­ge­stellt wer­den.

Als Fach­leute er­läu­ter­ten die Klär­werks-Mit­ar­bei­ter (Herr Senft und Herr In­dorf) den Schü­lern die ein­zel­nen Schritte der Ab­was­ser­klärung: Zunächst wird das Ab­was­ser mit ei­ner so ge­nann­ten »Schnecke« dem Klär­werk zu­ge­führt. Dar­auf folgt die me­cha­ni­schen Rei­ni­gungs­stu­fe. Hier konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­mal se­hen, wie gro­be, un­gelöste Stoffe aus dem Was­ser ge­zo­gen wer­den. Da­bei wa­ren sie be­son­ders er­staunt darü­ber, wel­che Stoffe in die Toi­let­ten­spü­lung ge­lan­gen.

Die Ge­ruchs­beläs­ti­gung wird in der An­lage durch das Aus­wa­schen und Pres­sen des Re­chen­gu­tes ver­min­dert. Ein Fett- und ein Sand­fang schei­den schwere und leichte Stoffe aus dem Was­ser ab. In den Be­le­bungs­be­cken bauen spe­zi­elle Mi­kro­or­ga­nis­men gelöste und or­ga­ni­sche Schmutz­stoffe ab. Senft: »­Die Klär­an­lage leis­tet hier die Ar­beit, die ein Fluss für seine Selbstrei­ni­gung auf 25 Ki­lo­me­tern Länge ver­rich­tet.« Durch die zu­sätz­li­che Do­sie­rung mit Ei­sen­sal­zen wer­den schäd­li­chen Phos­phat­ver­bin­dun­gen im Was­ser aus­ge­fällt. Der Klär­schlamm wird ent­wäs­sert und mit Kalk auf­ge­ar­bei­tet. Er dient als wich­ti­ger Ener­gie­trä­ger in der Land­wirt­schaft: So wird al­les ver­wer­tet und dem Stoff­kreis­lauf wie­der zu­ge­führt.

Die bei­den Mit­ar­bei­ter er­mög­lich­ten den Jun­gen und Mäd­chen auch einen Ein­blick in Schalt­zen­trale und La­bor der An­lage und in­for­mier­ten sie ü­ber das Be­rufs­bild des Ab­was­ser­meis­ters: Gute Kennt­nisse in den Na­tur­wis­sen­schaf­ten und et­was For­scher­sinn seien Vor­aus­set­zun­gen für die drei­jäh­rige Aus­bil­dung. Ins­ge­samt ist es ge­lun­gen, den im Un­ter­richt.

vom 18.06.2011 | Ausgabe-Nr. 24B

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