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20 Jahre Förderverein Kunstturnen in Leopoldshöhe: Basis einer erfolgreichen Arbeit

Von der Vision zur Kunstturn-Hochburg

 

Leo­polds­höhe (no­k). Wer in Ost­west­fa­len-Lippe vom (Hoch-) Leis­tungs­tur­nen spricht, kommt an Leo­polds­höhe nicht vor­bei. Kunst­tur­nen ge­nießt im Turn- und Sport­ver­ein Leo­polds­höhe einen sehr ho­hen Stel­len­wert. Die Tur­ner sind es, wel­che die Ge­meinde im lip­pi­schen Wes­ten bun­des­weit be­kannt ge­macht ha­ben. Nicht nur für die Ak­ti­ven, son­dern ins­be­son­dere auch für die vie­len eh­ren­amt­li­chen Hel­fer, Trai­ner und Be­treuer ging ein Traum in Er­fül­lung, als 1998 beim Li­ga­fi­nale im frän­ki­schen Lich­ten­fels der Auf­stieg in die 1. Bun­des­liga ge­lang. Zwar konnte sich die Mann­schaft nicht im Ober­haus hal­ten, fiel aber Dank ei­ner vor­bild­lich und be­harr­lich ar­bei­ten­den Ab­tei­lungs­lei­tung nie­mals aus­ein­an­der. Im­mer wie­der ge­lang es den »­Tal­ent­spähern«, aus hoff­nungs­vol­len Nach­wuch­stur­nern, er­fah­re­nen Leis­tungs­tur­nen und in­ter­na­tio­na­len Spit­zen­sport­lern ein schlag­kräf­ti­ges Team zu bil­den, wel­ches sich in der 1. oder 2. Bun­des­liga be­haup­ten konn­te. Ei­nes hat man da­bei nie aus den Au­gen ver­lo­ren: Die För­de­rung der Ge­mein­schaft und einen so­li­den Un­ter­bau. Vi­ze­welt­meis­ter (Je­w­geni Sa­pro­nen­ko) und ehe­ma­lige Olym­pia­teil­neh­mer (Jens Fi­scher und Sven Tip­pelt) zu­sam­men mit vie­len lo­ka­len Turn­größen als sport­li­che Vor­bil­der, eine mo­derne Trai­nings­an­lage und die da­mit ver­bun­dene Aus­wei­sung als Lan­des­stütz­punkt, eine hoch­karätige Wett­kampf­ver­an­stal­tung (Leo-Cup) mit deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Kunst­turn­stars, Bun­des­liga-Wett­kämp­fe, Schul­sport­pro­gramme und vie­les an­dere mehr hat Leo­polds­höhe zu ei­ner Kunst­turn­hoch­burg mit Per­spek­tive rei­fen las­sen.

Er­mög­licht ha­ben die kon­ti­nu­ier­li­che Ar­beit vor al­lem zahl­rei­che eh­ren­amt­li­che Hel­fer. Dau­er­hafte Spit­zen­leis­tun­gen er­for­dern aber auch wirt­schaft­li­che Un­ter­stüt­zung. Aus die­ser In­ten­tion ent­stand be­reits 1987 der För­der­ver­ein Kunst­tur­nen. Die­ser, auf In­itia­tive von Fried­rich-Wil­helm Na­gel ge­grün­dete Ver­ein, bemühte sich um ma­te­ri­el­le, aber auch ide­elle Un­ter­stüt­zung für die Leo­polds­höher Kunst­turn­vi­sio­nen. Diese In­itia­tive stieß bei In­dus­trie, Hand­werks-, Wirt­schafts- und Han­dels­un­ter­neh­men auf »of­fene Oh­ren«. Erste Ziele des För­der­ver­eins war die Ab­si­che­rung des Ü­bungs­lei­ter­kon­zep­tes und eine »­Auf­wands­ent­schä­di­gung« für ak­tive Tur­ner bei aus­wär­ti­gen Wett­kämp­fen. Mit Aus­rich­tung des Leo-Cups (ei­nem Mann­schafts­wett­kampf mit Bun­des­li­ga­teams und in­ter­na­tio­na­len Turn­rie­gen) so­wie der Auf­stieg in die Bun­des­liga ver­langte nach ei­ner Aus­wei­tung des För­der­top­fes. Die Folge wa­ren Grün­dung ei­ner GmbH und mit dem ers­ten Bun­des­li­gaauf­stieg 1998 als dritte Fi­nanz­quelle eine Leo-Sport-Mar­ke­ting GmbH. Die Ziel­be­rei­che der Sport­för­de­rung wa­ren von Be­ginn an klar struk­tu­riert. Der Haupt­ver­ein er­hielt aus den För­der­töp­fen einen Zu­schuss zu den Ü­bungs­lei­ter­kos­ten. Gel­der aus dem För­der­ver­ein flos­sen und fließen auch heute noch in die Nach­wuchs­ar­beit und in die Un­ter­hal­tung der 2. Mann­schaft. Der Font der GmbH ist für die 1. Mann­schaft und ü­ber­re­gio­nale Wett­kämpfe be­stimmt. Die­ses »­Fi­nan­zie­rungs­kon­zep­t« ist ein­ma­lig im Be­reich des Deut­schen Tur­ner­bun­des und bil­det seit vie­len Jah­ren das Gerüst ei­ner er­folg­rei­chen Ar­beit. Zum 20-jäh­ri­gen Be­ste­hen des För­der­ver­eins zeig­ten die ak­ti­ven Nach­wuch­stur­ner den Mit­glie­dern und Freun­den in ei­ner Fei­er­stun­de, wes­halb ihre För­der­gel­der und ide­elle Un­ter­stüt­zung bes­tens an­ge­legt sind. Die kleine Turn­schau of­fen­bar­te, dass in Leo­polds­höhe so­lide ge­ar­bei­tet wird, das Kin­der und Ju­gend­li­che die Vor­bild­funk­tion ih­rer Trai­ner und Be­treuer an­neh­men und sich mit Be­geis­te­rung ei­ner »S­port­ar­t« wid­men, die bei wei­tem nicht die Po­pu­la­rität von be­kann­ten Ball­sport­ar­ten ge­nießt. Die Show zeigte aber auch, dass Spit­zen­sport und Brei­ten­sport sehr gut mit­ein­an­der le­ben kön­nen. In ei­nem Grußwort dankte »Wil­li« Na­gel, der später von der heu­ti­gen För­der­ver­eins­vor­sit­zen­den Ka­rin Grund­mann zum Eh­ren­mit­glied er­nannt wur­de, ins­be­son­dere der ers­ten Ge­ne­ra­tion der Leo­polds­höher Turn­pio­nie­re. Dazu zählte er die Turn­fa­mi­lien Lam­bracht, Lüt­kehöl­ter, Schu­ma­cher, Schlink­hei­der, Klein-Gün­ne­wy­ck, Wit­ten­berg und Na­gel. Sein Dank galt aber auch al­len Spon­so­ren, wel­che die Vi­sion »­Spit­zen­sport in Leo­polds­höhe« er­mög­licht und wei­ter­le­ben las­sen ha­ben.

Ei­nen »Eh­ren­amt­ler« stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen der Tur­n­ab­tei­lung und der Vor­stand des För­der­ver­eins bei der 20-Jahr-Feier be­son­ders her­aus. Für sein un­er­müd­li­ches En­ga­ge­ment und sei­nen lang­jäh­ri­gen Ein­satz als Kampf­rich­ter galt Gün­ter Ke­spohl An­er­ken­nung und Ap­plaus der ge­sam­ten Tur­ner­fa­mi­lie. »Ke­spohl gehörte zu den Män­nern der ers­ten Stun­de«, so der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende Gerd Mül­ler in sei­ner Lau­da­tio. Als Zei­chen des Danks ü­ber­reichte die Vor­sit­zende dem lang­jäh­ri­gen Wett­kampf­rich­ter einen Rei­se­gut­schein.

S­port­lich war­ten auf die Kunst­tur­ner des TuS schon in Kürze die nächs­ten Auf­ga­ben. Da­bei steht vor­ran­gig der Nach­wuchs auf dem Plan. Li­ga­wett­kämpfe und Lan­des­meis­ter­schaf­ten der Schü­ler ste­hen auf dem Pro­gramm. Die Bun­des­li­ga­mann­schaft wird erst wie­der im Hebst an die Geräte ge­hen.

vom 16.02.2008 | Ausgabe-Nr. 7B

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