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Optionsvertrag nicht rechtswidrig

Projektentwickler werden vorerst nicht eingeladen

Det­mold (ts). Keine Mehr­heit gab es am Don­ners­tag im Haupt- und Fi­nanzaus­schuss für einen An­trag der FWG, die In­ves­to­ren der ge­plan­ten Ein­kaufs­zen­tren Lust­gar­ten und Horn­sches Tor zur März­sit­zung des Gre­mi­ums ein­zu­la­den. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Rü­di­ger Krenz ver­zich­tete schließ­lich auf eine förm­li­che Ab­stim­mung, nach­dem der Erste Bei­ge­ord­ne­te, Dr. Volk­mar Rein­ke, zu­ge­si­chert hat­te, die Ver­wal­tung werde »so oder so« in den nächs­ten Mo­na­ten dem Rat ü­ber den Stand der Ent­wick­lung in­for­mie­ren, schließ­lich müsse in­ner­halb des ers­ten Halb­jah­res 2008 et­was Kon­kre­tes zu be­rich­ten sein, wenn im Be­reich Lust­gar­ten auf Grund­lage des städ­te­bau­li­chen Ver­tra­ges und Op­ti­ons­ver­tra­ges eine Rea­li­sie­rung mög­lich sein soll.

Rü­di­ger Krenz be­grün­dete den An­trag sei­ner Frak­tion mit der Stim­mung in der Be­völ­ke­rung, die nach sei­ner Be­ob­ach­tung da­von aus­ge­he, dass eine neue Ein­kaufs­ga­le­rie in Det­mold nicht mehr ge­baut wer­de. »­Seit Mo­na­ten hören wir nichts mehr vom großflächi­gen Ein­zel­han­del. Ich habe die per­sön­li­che Zu­sage von Rü­di­ger Weit­zel (Ver­tre­ter der In­ves­to­ren­gruppe am Lust­gar­ten, An­mer­kung der Re­dak­tion), dass er in der März­sit­zung für Fra­gen zur Ver­fü­gung steht«, sagte Krenz. Nach An­sicht von Ha­rald Matz (SPD) sei es nicht sinn­voll, die In­ves­to­ren ein­zu­be­stel­len, wenn es nichts Kon­kre­tes zu be­rich­ten ge­be. Die­ser Hal­tung schloss sich CDU-Frak­ti­ons­chef Ste­phan Gri­gat an: »Das Pro­jekt be­fin­det sich ge­rade in der Phase des Grund­er­werbs. Das ist eine schwie­rige Phase die of­fen­bar län­ger dau­ert, als wir uns das vor­ge­stellt ha­ben«. Wie Matz machte sich Gri­gat aber dafür stark, dass die Ver­wal­tung zum frühest mög­li­chen Zeit­punkt ü­ber den Stand der Ent­wick­lung be­rich­tet.

Außer­dem for­derte Ste­phan Gri­gat die Frak­tion Bünd­nis 90/­Die Grü­nen auf, sich für die Un­ter­stel­lung zu ent­schul­di­gen, die Ver­wal­tung habe mit dem Op­ti­ons­ver­trag ge­gen all­ge­meine Haus­halts­grundsätze ver­stoßen. In ei­ner Tisch­vor­lage hat­ten die Mit­glie­der des Aus­schus­ses zu­vor das Er­geb­nis ei­ner Be­schwerde der Grü­nen, die von der Kom­mu­nal­auf­sicht des Krei­ses und der Be­zirks­re­gie­rung ge­prüft wor­den war, er­fah­ren. Da­nach ent­behr­ten die Vor­wür­fe, die Ver­wal­tung habe mit der Op­tion zum Ver­kauf des Lust­gar­ten­park­hau­ses dem Pri­vatin­ves­tor eine Mil­lio­nen­sub­ven­tion zu­kom­men las­sen, jeg­li­cher Grund­la­ge, die Ver­träge seien nicht ver­ga­be­rechts­wid­rig. »­Die Vor­würfe Ih­rer Frak­tion hat­ten schon Ge­schmack«, stimmte Bür­ger­meis­ter Rai­ner Hel­ler zu. So­wohl die Ver­wal­tung als auch die Mit­glie­der al­ler im Rat ver­tre­te­nen Par­teien seien schließ­lich dem Grund­kon­sens ver­pflich­tet, zum Wohle der Stadt und ih­rer Bür­ger zu han­deln.

vom 16.02.2008 | Ausgabe-Nr. 7B

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