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Sucht macht einsam – auch als Angehörige(r)

Wege aus der Isolation

Det­mold. Wege aus der Iso­la­tion möchte Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle am Sonn­tag, 22. Mai auf dem Det­mol­der Markt­platz vor­stel­len. In ei­nem Zelt wer­den sich er­fah­rene The­ra­peu­ten und Mit­ar­bei­ter der Kon­takt­stelle den Fra­gen in­ter­es­sier­ter Men­schen stel­len und da­bei auch »Hilfe zur Selbst­hil­fe« bie­ten.

Wer die Kon­trolle ü­ber den Al­ko­hol oder an­dere Stof­fe, ü­ber sein Ess­ver­hal­ten oder das Glückss­piel ver­lo­ren hat, hat ein Sucht­pro­blem. Ist ein Fa­mi­li­en­mit­glied sucht­ge­fähr­det oder süch­tig, dann ist da­von im­mer die ganze Fa­mi­lie be­trof­fen. Während die Fa­mi­lie ei­ner­seits ver­sucht, die Fassade auf­recht zu er­hal­ten, führt sie gleich­zei­tig einen meist aus­sichts­lo­sen Kampf ge­gen das Sucht­mit­tel. Meist ver­ge­hen Jah­re, bis in Be­ra­tungs­stel­len oder Selbst­hil­fe­grup­pen Hilfe ge­sucht wird. »In der Selbst­hil­fe­gruppe er­le­ben An­gehö­rige nach vie­len Jah­ren erst­mals, of­fen spre­chen zu kön­nen und ver­stan­den zu wer­den«, sagt Ka­rin Mar­ci­niak von der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle Kreis Lip­pe, die sich am Sonn­tag 22. Mai mit ei­nem Stand auf dem Det­mol­der Markt­platz be­tei­ligt.

Sucht hat im­mer eine Ge­schichte und die be­ginnt meist in der frühen Ju­gend. Aber woran mer­ken El­tern, ob Kin­der sich nur mal aus­pro­bie­ren oder be­reits in Ge­fahr sind, eine Sucht zu ent­wi­ckeln. Wie viel trin­ken, es­sen oder hun­gern, ist nor­mal? Wann wird es ge­fähr­lich und wie kann man als El­tern da­mit um­ge­hen? Was tun, wenn das Kind die Spiel­kon­sole nicht mehr aus der Hand gibt? Auf Ihre Fra­gen wird die So­zial- und Sucht­the­ra­peu­tin Me­la­nie Kuntz aus der Hell­weg-Kli­nik ein­ge­hen, auf dem Det­mol­der Markt­platz im Zelt der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle am 22. Mai von 14.30 Uhr bis 16 Uhr. »Außer­dem will die Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle die Grün­dung ei­ner El­ter­gruppe sucht­ge­fähr­de­ter Ju­gend­li­cher un­ter­stüt­zen, weil die Er­fah­rung zeigt, dass der Aus­tausch den El­tern mehr Si­cher­heit im Um­gang mit ih­ren Kin­dern gibt. In­ter­es­sierte El­tern kön­nen sich auch gern di­rekt bei uns mel­den«, lädt Ka­rin Mar­ci­niak ein.

Te­le­fo­ni­sche Aus­künfte bie­tet die Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle un­ter der Ruf­num­mer (05231) 56126-0. Die Sprech­zei­ten sind mon­tags bis mitt­wochs von 9.30 bis 12.30 so­wie don­ners­tags von 15 bis 18 Uhr.

vom 21.05.2011 | Ausgabe-Nr. 20B

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