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Ausbildungs-Kooperation des Gymnasiums mit der KEB Brinkmann GmbH

Elektronikkurs startet nach den Ferien

 

Barn­trup (s­f). Der de­mo­gra­phi­sche Wan­del – er ist in al­ler Munde und wer schlau ist, beugt vor. Dass die Schü­ler von heute die Fach­kräfte von mor­gen sind, hat die Barn­tru­per Firma KEB längst er­kannt. »­Seit Jah­ren bie­ten wir Schü­lern der Haupt­schule Barn­trup ein Prak­ti­kum in Form ei­ner Schnup­per­wo­che mit an­sch­ließen­dem Be­wer­bungs­trai­ning«, sagt KEB-Aus­bil­dungs­lei­ter Tho­mas Lalk. Jetzt schloss der 800 Mit­ar­bei­ter starke Elek­tro­nik-Kon­zern eine Ko­ope­ra­tion mit dem Städ­ti­schen Gym­na­sium in Barn­trup, um auch im Be­reich der In­ge­nieur-Aus­bil­dung Kon­takt zu po­ten­ti­el­len zukünf­ti­gen Stu­den­ten zu ha­ben. Da­mit sind die sprich­wört­li­chen zwei Flie­gen un­ter ei­ner Klappe ge­lan­det: KEB beugt dro­hen­dem Fach­kräf­teman­gel vor; das Gym­na­sium kann pra­xis­nahe Elek­tro­nik-Aus­bil­dung an­bie­ten.

­Klaus Grey, Lei­ter Per­so­nal­we­sen bei KEB und Fried­rich-Mar­tin Drei­er, Schul­lei­ter des Städ­ti­schen Gym­na­si­ums un­ter­zeich­ne­ten ge­mein­sam mit Barn­trups Bür­ger­meis­ter Her­bert Dahle einen ent­spre­chen­den Ver­trag, der nun – da sind sich alle Be­tei­lig­ten ei­nig – »­ge­lebt wer­den soll«. Be­reits nach den Som­mer­fe­rien star­tet ein ü­ber zwei Schul­jahre lau­fen­der und – so Dreier – »­ver­set­zungs­wirk­sa­mer« Kurs mit den In­hal­ten Elek­tro­nik, Ro­bo­tik und In­for­ma­tik. Die­ser so­ge­nannte »­Nei­gungs­kur­s« steht bei den als Ziel­gruppe an­ge­spro­che­nen Acht-Kläss­lern in Kon­kur­renz mit Kur­sen in Kunst­/­Li­te­ra­tur so­wie Ö­ko­lo­gie. Ende Mai wird ein El­ternabend zum Thema statt­fin­den.

Das be­son­dere des Tech­nik-Kur­ses ist der pra­xis­nahe Ein­blick in die tatsäch­li­che spätere Ar­beits­welt oder – so Dreier – die Ant­wort auf die Fra­ge: »­Was ver­birgt sich hin­ter den Mau­ern von KE­B?« Das schu­li­sche Um­feld will das Gym­na­sium so pro­fes­sio­nell wie mög­lich ge­stal­ten. So wird der Kurs gleich von zwei Lehr­kräf­ten ge­lei­tet: Syl­via We­ber, Phy­sik-Leh­re­rin und Fach­vor­sit­zende im Be­reich Ma­the­ma­tik so­wie Dreier selbst. Das not­wen­dige Grund-Equip­ment für erste prak­ti­sche Ver­su­che in Form ei­nes Ex­pe­ri­men­tier­kas­tens, mit dem be­reits eine ein­fa­che Blinks­chal­tung ge­baut wer­den kann, wird von KEB ge­spon­sert. Der feste Auf­bau des in der Schule Er­ar­bei­te­ten und die An­wen­dung in der Pra­xis sind in der KEB-Lehr­werk­statt mög­lich. Drei­er: »Wir kön­nen im Gym­na­sium keine 30 Löt­kol­ben und pro­fes­sio­nell aus­ge­stat­te­ten Elek­tro­nik-Lehr­plätze vor­hal­ten. Das bie­tet KE­B«.

Für KEB ist die Ko­ope­ra­tion, so Grey, ne­ben der Sich­tung zukünf­ti­ger Fach­kräfte auch ein wich­ti­ger Schritt in Sa­chen »Außen­dar­stel­lung« im Be­reich des Aus­bil­dungs-En­ga­ge­ments. Grey: »Wir ha­ben das bis­lang im­mer recht schlank ge­hal­ten und ein­fach ge­han­delt – näm­lich weit ü­ber Be­darf aus­ge­bil­det. Mehr als zehn Pro­zent un­se­rer Mit­ar­bei­ter sind Aus­zu­bil­den­de«. Ne­ben ge­werb­li­chen Aus­bil­dungs­plät­zen bie­tet KEB auch die Mög­lich­keit ei­nes dua­len Stu­di­ums. Die Ko­ope­ra­tion mit Fach­hoch­schu­len macht dies mög­lich. Pro­jekt­ma­na­ge­rin und frisch ge­ba­ckene Ba­che­lor-Ab­sol­ven­tin Be­triebs­wirt­schaft Ju­lia Lo­sing – bei der Ver­trags­un­ter­zeich­nung an­we­send – ist ein le­ben­des Bei­spiel für die Ko­ope­ra­tion mit der Hoch­schule We­ser­ber­g­land. Zukünf­tige KEB-In­ge­nieure pro­fi­tie­ren von der Ko­ope­ra­tion mit der Fach­hoch­schule Lem­go.

­Den Acht­kläss­lern des Barn­tru­per Gym­na­si­ums als Stu­den­ten von mor­gen und Fach­kräfte von ü­ber­mor­gen macht die Ko­ope­ra­tion mit KEB den Start in das Be­rufs­le­ben leich­ter.

vom 11.05.2011 | Ausgabe-Nr. 19A

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