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Berufskollegs: Beratungen und Anmeldungen noch bis Ende Februar

Wie man Unternehmen schlanker macht

 

Det­mold (ab). Ü­ber ihr brei­tes Spek­trum von Aus- und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten in den ver­schie­dens­ten Be­rufs­fel­dern aus Wirt­schaft und Ver­wal­tung, aus der Kin­der­pfle­ge, der Tech­nik, So­zi­al­päd­ago­gik oder dem Gast­stät­ten­ge­werbe so­wie der päd­ago­gi­schen Ar­beit in­for­mier­ten die lip­pi­schen Be­rufs­kol­legs am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Rah­men ih­res »­Tags der of­fe­nen Tür«.

Im kauf­män­nisch aus­ge­rich­te­ten Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Be­rufs­kol­leg (DBB) stellte die Jahr­gangs­stufe 13 des Wirt­schafts­gym­na­si­ums die Er­geb­nisse ih­res Pro­jekts zum Thema »Tou­ris­mus in Det­mol­d« vor. An­hand ei­ner Power-Point-Prä­sen­ta­tion stell­ten die an­ge­hen­den Ab­itu­ri­en­ten die wich­tigs­ten tou­ris­ti­schen Ziele wie das Her­manns­denk­mal, den Vo­gel­park und die Ad­ler­war­te, den Klet­ter­park, den Lan­des- und Frei­licht­mu­se­en, das Schloss und das Lan­des­thea­ter vor. Zu je­dem ein­zel­nen hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler seit Sep­tem­ber un­ter an­de­rem his­to­ri­sche Da­ten ge­sam­melt, ak­tu­elle Be­su­cher­zah­len er­mit­telt und vor Ort Be­su­cher­um­fra­gen durch­ge­führt. Das Fa­zit des Pro­jekts: Det­mold bie­tet sehr viele Zie­le, die dank der gu­ten In­fra­struk­tur für Tou­ris­ten gut zu er­rei­chen sind. Kri­tisch zu se­hen sei das Frei­zeit­an­ge­bot für Kin­der und Ju­gend­li­che, die Aus­flugs­ziele seien al­les in al­lem eher auf Er­wach­sene zu­ge­schnit­ten. Außer­dem bemän­gel­ten die jun­gen Fach­leute das Mar­ke­ting-Kon­zept, mit dem Det­mold sich prä­sen­tiert. Wie die Um­fra­gen zeig­ten, komme die Wer­bung nicht bei den Men­schen an. Es gel­te, so Joa­chim Leh­nert, Leh­rer für Wirt­schafts­geo­gra­phie am DBB, Det­mold ü­ber­re­gio­nal be­kann­ter zu ma­chen und mo­derne For­mate wie das In­ter­net dafür stär­ker zu nut­zen. Neu im Lehr­an­ge­bot ist das »s­lim li­ne« Kon­zept, bei dem die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen sol­len, wie der Er­folg ei­nes Un­ter­neh­mens ge­stei­gert wird, in­dem Ge­schäftspro­zesse schlan­ker und ef­fi­zi­en­ter ge­stal­tet wer­den. Pro­zesse sind da­bei schlicht Ar­beits­abläu­fe, die bei »s­lim li­ne« nicht mehr in Form von sei­ten­lan­gen Tex­ten dar­ge­stellt wer­den, son­dern mit­tels ei­ner spe­zi­el­len Soft­ware in far­bi­gen Schau­bil­dern sicht­bar ge­macht, so dass sich ent­schei­dende In­for­ma­tio­nen schnell ab­le­sen las­sen. Die Leit­frage lau­tet da­bei: »Wer macht was, wo­mit, mit wel­chem Er­geb­nis? « An ei­nem Schau­bild er­läu­tert Leh­rer Hen­rik Buck­ler das Kon­zept. Auf der einen Seite sieht man den Ist-Zu­stand mit zahl­rei­chen auf viel­fäl­tige Weise mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Sym­bo­len für Per­so­nen, Pro­zes­se, Ar­beits­mit­tel, Funk­tio­nen und Be­ar­bei­tungs­we­ge. Al­les wirkt um­ständ­lich, teil­weise un­nötig und ist schwer auf An­hieb zu durch­schau­en. Nach der »­Ver­schlan­kung«, wie Buck­ler die Op­ti­mie­rung nennt, ist al­les er­heb­lich kla­rer, mit we­ni­gen Ver­bin­dun­gen und we­ni­ger Sym­bo­len. Was vor al­lem auf­fällt: es blei­ben nur noch drei gelbe Sym­bole ü­b­rig – Gelb steht in die­sem Pro­gramm für Per­so­nen. Das sei si­cher nicht un­pro­ble­ma­tisch, aber »ohne eine sol­che Ver­schlan­kung hätte viel­leicht der ge­samte Be­trieb dicht­ma­chen müs­sen«, so Buck­ler. Ein sol­ches Pro­zess­ma­na­ge­ment liege nun mal im Trend und werde von Un­ter­neh­men nach­ge­fragt, bestätigt Buck­lers Kol­le­gin Ka­rin Kall­meyer: »Da­mit sind wir am Puls der Zeit«.

Ju­gend­li­che und junge Er­wach­se­ne, die eine Schul­form des Be­rufs­kol­legs be­su­chen wol­len, ha­ben noch bis Ende Fe­bruar Ge­le­gen­heit, sich vor Ort zu in­for­mie­ren und für einen Aus­bil­dungs­gang an­zu­mel­den. Wer sich für Bil­dungs­gänge im Be­reich Wirt­schaft und Ver­wal­tung in­ter­es­siert, ist am Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Be­rufs­kol­leg oder am Hanse-Be­rufs­kol­leg rich­tig. Die »ers­ten Adres­sen« für die ge­werb­lich-tech­ni­schen Be­rufs­fel­der sind das Fe­lix-Fe­chen­bach-Be­rufs­kol­leg mit der an­ge­schlos­se­nen Fach­schule für Holz­tech­nik und das Lütt­feld-Be­rufs­kol­leg. Wei­tere In­for­ma­tio­nen gibt es auch im In­ter­net un­ter ww­w.lippe-bil­dung.de

vom 13.02.2008 | Ausgabe-Nr. 7A

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