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Gymnasium Aspe gewinnt Workshop mit Bundesbank-Experten

Spiel um das ganz große Geld

 

Bad Sal­zu­flen (m­h). Auf dem Tisch sta­peln sich For­mu­la­re, Blät­ter mit Ta­bel­len, Er­klärun­gen, Kal­ku­la­tio­nen. Fünf Ban­ken be­wer­ben sich bei der Eu­ropäi­schen Zen­tral­bank um Gel­der, stel­len Be­rech­nun­gen auf und ge­ben Ge­bote ab. Es ist ein schwer ab­schätz­ba­res Ge­schäft – bie­tet man zu we­nig, be­kommt viel­leicht je­mand an­de­res den Zu­schlag, bie­tet man zu­viel, bleibt der ei­gene Ge­winn auf der Strecke. 28 Zwölft­kläss­ler des Gym­na­si­ums Aspe durf­ten das Bie­tungs­ver­fah­ren un­ter rea­lis­ti­schen Be­din­gun­gen aus­pro­bie­ren – mit Hilfe ei­nes Ex­per­ten von der Deut­schen Bun­des­bank.

Der Lei­ter des Leis­tungs­kur­ses So­zi­al­wis­sen­schaf­ten, Die­ter Beck­mann, hatte sich für den Kurs um den Work­shop be­wor­ben. »­Man sollte mit ei­nem Satz sa­gen, warum aus­ge­rech­net diese Schule das Se­mi­nar be­kom­men soll. Ich habe mit gar keine Chan­cen aus­ge­rech­net und sehr in­tui­tiv geant­wor­tet, ich glaube es war et­was wie ‘Weil Lip­per oh­ne­hin gut mit Geld um­ge­hen kön­nen’«. Kurze Zeit später kam die Zu­sa­ge, und am Mitt­woch die­ser Wo­che reiste Di­plom-Volks­wirt Ralf Zim­mer­mann, Mit­ar­bei­ter der Bun­des­bank, aus Düs­sel­dorf an.

Er ver­mit­telte den Schü­lern einen Ein­blick in die Fein­hei­ten der Geld­po­li­tik – quasi aus ers­ter Hand. »Ich finde es gut, wenn je­mand von der ‘an­de­ren Sei­te’ den Schü­lern die The­ma­tik er­klärt. Im­mer­hin ist der Be­reich ‘­Geld und Geld­po­li­ti­k’ re­le­vant für das Zen­trala­bi­tur. Außer­dem stre­ben viele Ab­itu­ri­en­ten eine Aus­bil­dung in ei­ner Bank an, da kann so ein Work­shop nicht scha­den«, freute sich Beck­mann.

Zim­mer­mann star­tete sein Se­mi­nar mit ei­ner Po­wer­point-Prä­sen­ta­tion.

Da­bei er­klärte er die Be­rech­nung der In­fla­tion, geld­po­li­ti­sche In­stru­mente und wei­tere The­men. »Das war sehr in­ter­essant und ver­ständ­lich«, meinte Schü­le­rin Da­niela be­geis­tert. Das da­nach fol­gende Plan­spiel um Ban­ken und Zu­tei­lun­gen kos­tete die Zwölft­kläss­ler dann doch ei­nige Ner­ven: »Es ist ein schö­ner Ein­blick, aber wirk­lich an­stren­gend und kom­pli­zer­t«, meinte An­na.

­Ban­k­ex­perte Zim­mer­mann freut sich ü­ber das In­ter­esse der Schü­ler und ist be­ein­druckt: Dass sie so ge­nau rech­nen, hätte ich nicht er­war­tet. Sie ge­ben sich wirk­lich viel Mühe.«

vom 09.02.2008 | Ausgabe-Nr. 6B

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