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» Schieder-Schwalenberg

Förderverein Freibad Schieder: 663 ehrenamtliche Stunden geleistet

Zittern um Erhalt der Badeanstalt?

Schie­der (lig). Das wa­ren keine gu­ten Nach­rich­ten für die Mit­glie­der des För­der­ver­eins Frei­bad Schie­der: Der Bür­ger­meis­ter der Stadt geht da­von aus, dass die Kom­mu­nal­auf­sicht, die in der Stadt­ver­wal­tung der­zeit tätig ist, vor­schla­gen wird, das Frei­bad zu schließen. Den­noch glaubt der »erste Bür­ger« nicht dar­an, dass die po­li­ti­schen Gre­mien der Stadt, ei­nem der­ar­ti­gen Vor­schlag fol­gen wer­den. Wenn, dann würde dies Thema im Haupt- und Fi­nanzaus­schuss am 19. Fe­bruar, sein.

»Ich kenne nie­man­den in den po­li­ti­schen Gre­mien, der ei­nem der­ar­ti­gen Vor­schlag fol­gen wür­de«, meinte Klaus während der Jah­res­haupt­ver­samm­lung an die Mit­glie­der des För­der­ver­eins Frei­bad. »Ich gehe da­von aus, dass wir das Frei­bad auch 2008 öff­nen wer­den.«

Warum er dies so sieht, be­grün­dete er da­mit, dass man ei­ner Stadt im Bemühen, den Tou­ris­mus wei­ter zu ent­wi­ckeln, nicht ein Frei­bad strei­chen dür­fe. Er be­tonte dass, sollte Schie­der-Mö­bel nicht zu ret­ten sein, es noch mehr Ar­beits­lose in Schie­der-Schwa­len­berg ge­ben wer­de. Man­che könn­ten even­tu­ell nicht mehr in den Ur­laub fah­ren und da­her dürfe man ih­nen vor Ort nicht noch sol­che Ein­rich­tun­gen strei­chen.

Er plä­dierte für eine Bür­ger­ge­sell­schaft, in der alle Bür­ger ge­mein­sam für ihre Stadt ein­ste­hen, denn »Wir sind die Stadt­!«, meinte Klaus. Da­bei setze er auch auf die der­zei­tig lau­fende Wirt­schafts- und So­zi­al­raum­kon­fe­renz. »Ich werde mit al­lem, was ich zur Ver­fü­gung ha­be, ver­su­chen, das Frei­bad zu ret­ten«, kün­digte der Vor­sit­zende Bodo Schultz be­reits in der Ver­samm­lung an.

Ins­ge­samt leis­te­ten Schultz und seine Mit­strei­ter vom DLRG Anke Becker, Dag­mar Schultz, Cars­ten Bei­ne, Eck­hard Sport­le­der 663 Stun­den eh­ren­amt­li­che Auf­sicht und Schwimm­aus­bil­dung für Kin­der.

Es wur­den 25 See­pferd­chen, 25 Jun­gend­schwimm­ab­zei­chen in Bron­ze, 19 in Sil­ber und vier in Gold ab­sol­viert. Fünf Ju­gend­ret­ter wur­den aus­ge­bil­det so­wie je­weils zwei Ret­tungs­schwimm­ab­zei­chen in Bronze und Sil­ber. Zwar wa­ren diese Zah­len ge­rin­ger als im Vor­jahr, al­ler­dings spielte das Wet­ter den Ak­teu­ren auch einen Streich. Kalte Tem­pe­ra­tu­ren, Re­gen und Wind das mit dem Hoch­was­ser sei­nen ne­ga­ti­ven Höhe­punkt nahm. »Auf­grund des Wet­ters ka­men El­tern auch nicht mehr mit ih­ren Kin­dern zum Schwim­mun­ter­richt«, erzählte Schultz. Auch nach­mit­tags musste auf­grund der Kälte öf­ters ge­schlos­sen wer­den. Dies zeigte sich dann natür­lich auch beim Ver­kauf der Kar­ten. An Ta­ges­kar­ten wurde nur ein Drit­tel des Vor­jah­res­kon­tin­gents aus­ge­ge­ben. Zu­dem musste auf­grund des Un­wet­ters am 21. Au­gust des ver­gan­ge­nen Jah­res das Frei­bad drei Wo­chen vor Ende der Sai­son ge­schlos­sen wer­den – der Ma­schi­nen­raum stand un­ter Was­ser, das Schwimm­be­cken lief vom Ka­nal aus voll.

Be­reits vor der Sai­son 2007 muss­ten die Schie­der-Schwa­len­ber­ger eine Quer­chlo­rung schaf­fen, da die hy­gie­ni­schen Vor­ga­ben bemän­gelt wor­den wa­ren. »"Da­bei fie­len wir von ei­ner Ohn­macht in die an­de­re, denn im­mer noch mehr war ka­putt und die Kos­ten lie­fen uns weg«, so Schultz. »­Doch zum Ende wurde al­les gut: Die Quer­chlo­rung hat ge­grif­fen und die Behörde hat keine Be­an­stan­dun­gen mehr ge­habt. Wir müs­sen zwar wei­ter daran ar­bei­ten, aber ha­ben erst mal ein we­nig zeit­lich Luft nach hin­ten, da wir ja auch noch nicht wis­sen was mit der Hei­zung ist«, so Schultz. Das Frei­bad wird bis­her ü­ber Fern­wärme von Schie­der-Mö­bel ge­heizt. Hier bleibt der Aus­gang der Schie­der-Mö­bel-Krise ab­zu­war­ten.

­Be­son­ders ge­freut hat Schultz in die­ser Zeit die So­li­da­rität der Schie­der-Schwa­len­ber­ger. Denn die Kos­ten der Bau­maß­nah­men wur­den durch zahl­rei­che Spen­den un­ter­stützt – und am Jah­res­ende auch noch mal durch das Kon­zert der Chöre, die den Er­lös des Weih­nachts­kon­zer­tes dem Frei­b­ad­ver­ein spen­de­ten.

Für die Frei­bad­sai­son ha­ben die Ak­teure be­reits die Pla­nun­gen im vol­len Gan­ge. So ste­hen im April die Säu­be­rungs­ka­tio­nen und die Vor­ar­bei­ten für die Schwimm­sai­son an. Die Eröff­nung ist für den 1. Mai ge­plant und die Stadt­meis­ter­schaf­ten im Schwim­men sol­len eben­falls wie­der statt­fin­den.

­Die Wahlen ei­ni­ger Vor­stands­mit­glie­der war zum Ab­schluss nur noch eine Form­sa­che. So blieb Dit­trich Swo­boda stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Bri­gitte Adams stell­ver­tre­tende Schrift­füh­re­rin und zur neuen stell­ver­tre­ten­den Schatz­meis­te­rin wurde Sa­bine Dep­pen­mei­er, ge­wählt.

vom 06.02.2008 | Ausgabe-Nr. 6A

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