LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Lemgo

BUND-Bundesvorsitzender Professor Dr. Hubert Weiger zu Gast in Lemgo

Mehr Einsatz für die Natur gefordert

 

Lemgo (al). Es war für die Mit­glie­der der BUND-Orts­gruppe Lemgo schon eine be­son­dere Ehre und Freu­de, kürz­lich ih­ren Bun­des­vor­sit­zen­den, Pro­fes­sor Dr. Hu­bert Wei­ger, per­sön­lich als Gast im Kas­ta­ni­en­haus be­grüßen zu dür­fen. Wei­ger war ex­tra von Ber­lin aus in die Alte Han­se­stadt Lemgo ge­reist, um ü­ber das Thema »Nur Zu­kunft mit Na­tur- und Um­welt­schutz« zu re­fe­rie­ren.

Der Lem­goer Orts­vor­sit­zen­de, Hans-Eck­hard Buschmei­er, zeigte sich sehr er­freut darü­ber, dass so viele In­ter­es­sierte den Weg in den Vor­trags­raum ge­fun­den hat­ten, der bis auf den letz­ten Platz ge­füllt war. Un­ter den Zuhö­rern wa­ren un­ter an­de­rem auch der Lem­goer Grü­nen-Rats­frak­ti­ons­vor­sit­zende Dr. Burk­hard Pohl und die Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Ute Koc­zy.

Dr. Hu­bert Wei­ger lobte die gute Ar­beit des BUND in Lem­go, wel­che in vie­len Be­rei­chen auch Vor­bild­cha­rak­ter hät­te. So hät­ten in Lemgo mehr Neu­mit­glie­der ge­wor­ben wer­den kön­nen, als sonst wo in Deutsch­land. Be­son­ders das Pro­jekt »Streu­obst­wiese Lin­den­haus« sei et­was ganz Be­son­de­res, da die­ses ein wert­vol­ler Le­bens­raum für viele be­drohte Tier- und Pflan­zen­ar­ten ist. Hinzu käme der Er­halt al­ter Obst­sor­ten. Da­durch könne in Lemgo ein jahr­hun­der­te­al­tes Wis­sen be­wahrt wer­den. In sei­nem rund einstün­di­gen Vor­trag ging Wei­ger aber auch auf viele wei­tere re­le­vante The­men des Na­tur- und Um­welt­schut­zes ein. So trage die Schä­di­gung der Na­tur und Um­welt zu im­mer größe­ren Na­tur­ka­ta­stro­phen bei. Da­bei spielte auch die egois­ti­sche Aus­beu­tung be­grenzt vor­han­de­ner Roh­stoffe eine Rol­le. Für kom­mende Ge­ne­ra­tio­nen würde da­durch eine un­ver­ant­wort­li­che Be­las­tung ent­ste­hen. Ein wei­te­res wich­ti­ges Thema war aber auch die Ener­gie­ver­sor­gung. Das Kon­zept der Stadt­werke Lem­go, ganz ohne Atom- und Koh­le­strom aus­zu­kom­men, be­zeich­nete Wei­ger als lo­bens­wer­tes Mus­ter­bei­spiel für Deutsch­land. Die­sen Weg müsste man nun aber wei­ter vor­an­schrei­ten, da­mit man bis spätes­tens zum Jahr 2050 den kom­plet­ten Strom­ver­brauch aus re­ge­ne­ra­ti­ven Ener­gien be­strei­ten kön­ne. Wich­tig sei da­bei ne­ben der Kraft-Wärme-Kopp­lung auch der wei­tere Aus­bau der Wind­kraft und So­la­r­ener­gie.

Zum Ab­schluss sei­nes Vor­tra­ges machte der Bun­des­vor­sit­zende den An­we­sen­den Mut und for­derte sie auf, sich sel­ber im Na­tur- und Um­welt­schutz zu en­ga­gie­ren, da die­ses Thema alle Men­schen an­ginge und der Ein­fluss auf die Po­li­tik da­durch noch größer wür­de. Ziel des BUND sei es, die Schall­mauer mit ü­ber 500.000 Mit­glie­dern und För­de­rern zu durch­bre­chen. Mit zur Zeit 480.000 Mit­glie­dern sei man schon auf ei­nem sehr gu­ten Weg.

Der nächste Ter­min des BUND Lemgo ist ein kos­ten­freier Obst­baum­schnitt­kur­sus auf der Streu­obst­wiese Lin­den­haus, der am Sams­tag, 26. Fe­bruar, ab 10 Uhr statt­fin­det. Die Teil­neh­mer soll­ten den Park­platz am Schloss Brake be­nut­zen.

vom 12.02.2011 | Ausgabe-Nr. 6B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten