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Stadt will Jugendzentrum Primkerstraße verkaufen – AWO überlegt neues Projekt am Kastanienwall

Neues Jugendzentrum am Kastanienhaus geplant

 

Lemgo (m­k). »­Mit we­ni­ger Geld mehr er­rei­chen« lau­tet die neue De­vise der AWO in Lem­go, die auf­grund von Spar­maß­nah­men der Stadt künf­tig mit jähr­lich rund 100.000 Euro we­ni­ger Zu­schuss für die Ju­gend- und Se­nio­ren­ar­beit in der Stadt aus­kom­men muss. Aus die­ser Not soll ein Tu­gend ge­macht wer­den: Mit ei­nem neu­en, viel klei­ne­ren AWO-Ju­gend­zen­trum mit di­rek­ter bau­li­cher Ver­bin­dung zum AWO-Se­nio­ren­zen­trum Kas­ta­ni­en­haus soll die Ju­gend- und Se­nio­ren­ar­beit in Lemgo künf­tig er­hal­ten und so­gar ver­bes­sert wer­den, wie Bür­ger­meis­ter Dr. Rei­ner Aus­ter­mann, die Lem­goer AWO-Vor­sit­zende Ina Meise-Lau­kam und Pe­ter Buch­mann vom AWO-Be­zirk Ost­west­fa­len jetzt in ei­nem Pres­se­ge­spräch er­klär­ten. Das AWO Ju­gend­zen­trum »Haus am Wall« in der Prim­ker­straße sei ei­ner­seits so­wieso viel zu groß und die Ener­gie­bi­lanz ka­ta­stro­phal, er­klärte Buch­mann. Ein klei­ne­rer Neu­bau am Kas­ta­ni­en­wall würde sich für die AWO als Bau­trä­ger vom ers­ten Tag an loh­nen – im­mer­hin zahle man für Be­triebs­kos­ten und Miete in der Prim­ker­straße ü­ber 160.000 Euro im Jahr. Das dort dann leer­ste­hende Haus in zen­tra­ler Lage würde die Stadt als Ei­gentü­mer lie­bend gerne ver­kau­fen – hier gibt es laut Aus­ter­mann auch schon In­ter­es­sen­ten.

Auch das Kas­ta­ni­en­haus, das noch der Stadt gehört, könnte im Zuge der Er­rich­tung ei­nes neuen Se­nio­ren- und Ju­gend­zen­trums an den der­zei­ti­gen Päch­ter AWO ü­ber­tra­gen wer­den. Al­ler­dings ist hier noch nichts spruch­reif, wie Aus­ter­mann er­klär­te. Der­zeit lau­fen die ers­ten Pla­nun­gen bei der AWO, an de­nen später auch die ent­spre­chen­den po­li­ti­schen Gre­mien im Lemgo be­tei­ligt wer­den müss­ten, wie Aus­ter­mann er­klär­te. Ju­gend- und Se­nio­ren­ar­beit in zwei mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Zen­tren zu­sam­men­zu­fas­sen be­zeich­nete Pe­ter Buch­mann als durch­aus in­no­va­tiv. Die nicht voll aus­ge­las­te­ten Räume könn­ten künf­tig ge­mein­sam ge­nutzt wer­den und auch die ver­schie­de­nen Ge­ne­ra­tio­nen könn­ten sich künf­tig in ge­mein­sa­men Ver­an­stal­tun­gen ge­gen­sei­tig be­fruch­ten. »Wir kön­nen uns auch vor­stel­len, Per­so­nal ü­ber­grei­fend ein­zu­set­zen«, so Buch­mann. Natür­lich müsse man auch Ängs­ten der Be­su­cher des Kas­ta­ni­en­hau­ses ent­ge­gen­wir­ken. »Das Kas­ta­ni­en­haus bleibt das Kas­ta­ni­en­haus«, meint Ina Meise-Lau­kamp, die noch­mals dar­auf hin­weist, dass zwei mit­ein­an­der ver­bun­dene und doch ei­genstän­dige Zen­tren am kas­ta­ni­en­wall ge­plant sind. Diese Idee könne die Ar­beit nur be­rei­chern. Mög­lich seien hier künf­tig zum Bei­spiel eine Dienst­leis­tungs­börse für alte und junge Men­schen, ein Be­geg­nungs­café oder ge­mein­same Koch- oder Com­pu­ter­kurse und vie­les mehr. Auch eine Ska­te­r­an­lage in di­rek­ter Nach­bar­schaft zur Bou­le­bahn am Wall kann sich Meise-Lau­kamp durch­aus vor­stel­len.

­Die De­tail­pla­nun­gen der AWO sol­len im Früh­jahr 2011 ste­hen, be­vor dann Po­li­tik und Ver­wal­tung eben­falls an der Um­set­zung be­tei­ligt wer­den sol­len. Mit ei­nem Start­schuss für das neue Zen­trum rech­net Bür­ger­meis­ter Aus­ter­mann nicht vor 2012.

vom 24.11.2010 | Ausgabe-Nr. 47A

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