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Eröffnung der Ausstellung »Reisen als Kunst-Erlebnis« von Edith Hausstätter

Mit dem Skizzenbuch unterwegs

Lage (eu). Je­der an­dere würde seine Kom­pakt­ka­mera mit Fo­to­film oder Spei­cher­karte ein­pa­cken, wenn er auf eine Reise geht. Bei Edith Haus­stät­ter tut es auch das Skiz­zen­buch. Viele Län­der die­ser Erde hat sie be­reits ge­se­hen und un­zäh­lige Land­schaf­ten, Por­traits, Sze­nen und Stim­mun­gen auf Pa­pier fest­ge­hal­ten. Wenn sie dann wie­der zu Hause an­ge­kom­men ist und die vie­len un­ter­schied­li­chen Bil­der zu ei­nem Ge­samtein­druck ver­ar­bei­tet hat kann die ei­gent­li­che schöp­fe­ri­sche Ar­beit be­gin­nen. Auf diese Weise wird so­zu­sa­gen die Welt nach Ex­ter­tal ge­bracht.

­Die ge­bür­tige La­gen­se­rin hat ihr Stu­dium in ver­schie­de­nen Städ­ten Nord­rhein­west­fa­lens und in Bre­men ab­sol­viert und wohnt nun in Ex­ter­tal. Vor lan­gen Flü­gen schreckt sie nicht zurück: Be­gon­nen im Mit­tel­meer­raum er­wei­terte sich der Kreis auf Mit­tel-/Süda­me­ri­ka, Na­mi­bia, Jor­da­ni­en, Je­men, Li­by­en, Ne­pal, China und wei­tere Län­der. Als nächs­tes Ziel hat sich die Künst­le­rin Chile vor­ge­nom­men. Mit den vie­len un­ter­schied­li­chen Land­schaf­ten wird die schma­le, lang­ge­zo­gene Re­pu­blik si­cher ein er­trag­rei­ches Er­geb­nis brin­gen. »Als stän­di­ges Ex­pe­ri­ment sehe ich die Ma­le­rei«, er­klärt Edith Haus­stät­ter, »von ihr kann ich ü­ber­rascht, be­geis­tert oder ent­täuscht sein. Ge­rade die­ses regt zu neuer Ak­ti­vität an.«

Ihr jüngs­tes Werk ist im Hi­ma­laya ent­stan­den, ein Öl-Gemälde in außer­ge­wöhn­lich großem For­mat, das eine sehr be­ein­dru­ckende Wir­kung hat. Durch die Farb­wahl und das Feh­len ei­ner nähe­ren Be­zeich­nung des Ge­bir­ges ent­steht eine kalte und ein­same Stim­mung, die den Be­trach­ter in die atem­be­rau­bende Größe der Na­tur hin­ein­ver­setz­t.

Als to­ta­ler Ge­gen­satz ist das Werk »Tos­ka­na« aus­ge­stellt, das eine woh­lige Wärme aus­strahlt und die Weite des Ho­ri­zonts wun­der­bar her­vor­hebt. Eine Lei­den­schaft von Edith Haus­stät­ter sind Land­schaf­ten, ins­be­son­dere Ge­birge und Wüs­ten, für die sie schon große Stre­cken ver­ti­kal und ho­ri­zon­tal zurück­ge­legt hat.

Un­ter­stützt durch die »La­gen­ser Kunst-Stif­tung Si­bylle Dot­ti« ist die Aus­stel­lung noch bis zum 7. März täg­lich (außer sams­tags) in der Mu­sik­schule Lage geöff­net, die nicht nur für die Räum­lich­kei­ten, son­dern auch für eine an­ge­nehme mu­si­ka­li­sche Um­rah­mung ge­sorgt hat­te: Das junge Aus­nahme-Ta­lent Ken Mordau ließ Zucker­stück­chen wie Frédéric Cho­pins be­lieb­tes cis-Moll Noc­turne so­wie fa­cet­ten­rei­che mo­derne Farb­spiele von Karl-Heinz Wah­ren er­klin­gen.

Wer mehr ü­ber Edith Haus­stät­ter er­fah­ren möch­te, hat außer ih­rer Aus­stel­lung die Mög­lich­keit, sie in Ex­ter­tal zu be­su­chen oder so­gar Un­ter­richt bei ihr zu er­hal­ten.

vom 23.01.2008 | Ausgabe-Nr. 4A

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