LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Extertal

Kaffeehaus-Ensemble Sabadjr auf Burg Sternberg

Begeisterndes Konzert

Ex­ter­tal-Lin­der­hofe (s­f). »Ich freue mich ü­ber so viel In­ter­esse an der Burg Stern­berg und an dem Kul­tur­pro­gram­m«. Frank Jen­dreck von der Kul­tu­r­agen­tur des Lan­des­ver­ban­des Lippe hatte am Sonn­tag al­len Grund sich zu freu­en. Gleich zwei Pre­mie­ren stan­den an die­sem Nach­mit­tag auf dem Pro­gramm. Ers­tens die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein Bö­sing­feld, des­sen Vor­sit­zen­der Fred Piech­nik, eben­falls Grußworte sprach. Mit rüh­ri­ger Wer­bung hatte der Hei­mat­ver­ein mit dazu bei­ge­tra­gen, die Plätze im Rit­ter­saal zu fül­len. Aus­ver­kauft – diese Mel­dung hatte es lange nicht mehr von der Burg Stern­ber­ger ge­ge­ben. Eben­falls zum ers­ten Mal prä­sen­tier­ten sich im Ex­ter­tal die Mu­si­ker des Schwei­zer Kaf­fee­haus-En­sem­bles Sa­b­a­d­jr.

Die fünf Mu­si­ker plus Pia­nist hat­ten sich erst vor kur­zem zu­sam­men­ge­fun­den. Ein ers­tes Kon­zert in Deutsch­land ga­ben sie letz­tes Jahr in Aa­chen. Ih­ren Be­such im Ex­ter­tal nutz­ten die Schwei­zer auch, um – und hier kommt wie­derum der Hei­mat­ver­ein ins Spiel – das schöne Lip­per­land ken­nen­zu­ler­nen.

A­ber zurück zur Mu­sik und den Mu­si­kern. Das En­sem­ble setzt sich aus en­ga­gier­ten Mu­sik­lieb­ha­bern zu­sam­men. Le­dig­lich ein En­sem­ble-Mit­glied hat eine mu­si­ka­li­sche Aus­bil­dung – was je­doch der mu­si­ka­li­schen Qua­lität kei­nen Ab­bruch tat. Alle an­de­ren ver­die­nen ihre Bröt­chen in an­de­ren Be­ru­fen, bei­spiels­weise als Leh­rer. Ku­rios ist der Brot­ver­dienst von Da­niel Ba­di­lat­ti, dem Grün­der des En­sem­bles. Er be­treibt in der Schweiz im Ort Zuoz tatsäch­lich ein Kaf­fee­haus und ist In­ha­ber der höchst­ge­le­ge­nen Kaf­feerös­te­rei Eu­ro­pas.

Die Mu­sik, der sich die sechs Mit­glie­der ver­schrie­ben ha­ben, ist so viel­fäl­tig, wie eine bunt ge­mischte Ku­chen­platte in ei­nem Café – und ebenso le­cker und leicht ver­dau­lich. Nach ei­ner mu­si­ka­li­schen Be­grüßung in Schwy­zerdütsch, das laut Aus­sage von Ba­di­latti le­dig­lich noch 50.000 Men­schen spre­chen, stand eine ein­drucks­volle Prä­sen­ta­tion un­ter­schied­li­cher A Ca­pella-Ge­sänge auf dem Pro­gramm. Deutsch, Franzö­sisch, Ita­lie­nisch – die mu­si­ka­li­schen Spra­chen wech­sel­ten so schnell wie die Stücke, die Kom­po­nis­ten und die Be­set­zung auf der Büh­ne.

Du­ette folg­ten dem Ge­sang des kom­plet­ten En­sem­bles. Ariane Has­ler, aus­ge­bil­dete Al­tis­tin, be­ein­druckte mit Solo-Stü­cken. Die vir­tuo­se, je­doch an­ge­nehm im Hin­ter­grund blei­bende Piano-Be­glei­tung von Pe­ter Hein war eine ideale und un­auf­dring­li­che Er­gän­zung zu der zu Recht vom Ver­an­stal­ter zu­vor ver­spro­che­nen "her­vor­ra­gen­den Vo­ka­lar­tis­ti­k" des En­sem­bles – be­ste­hend aus Ariane Has­ler (Al­t), Sa­bine Wyss (So­pran), Da­niel Ba­di­latti (Bass), Da­vid Has­ler (Bass-Ba­ri­ton) und Jürg Kel­ler (Te­nor).

vom 18.08.2010 | Ausgabe-Nr. 33A

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten