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» Schieder-Schwalenberg

Es blüht so schön in heimischen grünen Oasen

Fachsimpeln unter Gärtnern

 

Schie­der-Schwa­len­berg (lig). Al­les blüht so far­ben­froh, an­mu­tige Blu­men ent­fal­ten ihre ganze Pracht, kleine Tei­che plät­schern vor sich hin – die hei­mi­schen Gär­ten sind der­zeit blühende Oa­se, die zum Ver­wei­len und zum dran er­freu­en, ein­la­den. Zwölf Gär­ten in Schie­der-Schwa­len­berg stan­den Be­su­chern am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende während der »Of­fe­nen Gar­ten­pfor­te« zum Ver­wei­len und Schauen of­fen, denn Gar­ten­lieb­ha­ber öff­ne­ten ihre Gar­ten­pforte für Gleich­ge­sinn­te.

Nor­bert und Christa Bie­gale aus Wöb­bel ha­ben ihre Liede zur Rose ent­deckt und einen schö­nen Ro­sen­gar­ten an­ge­legt. Rund 250 ver­schie­dene Sor­ten in den un­ter­schied­lichs­ten Far­ben er­blühen hier, wo­bei Nor­bert Bie­gale ein Lieb­ha­ber eng­li­scher und Mär­chen­ro­sen ist. Ganz sel­tene Ex­em­plare be­fin­den sich in sei­nem Gar­ten und auch Ro­sen mit his­to­ri­schem Hin­ter­grund, wie die Ro­se, die zur Krö­nung von Prin­zes­sin Mar­ga­re­the von Dä­ne­mark, ge­tauft wurde und nach der Ze­re­mo­nie be­nannt ist. »Ich mag be­son­ders den Duft und die Schön­heit der Ro­sen«, sagt Nor­bert Bie­ga­le. Bei der Aus­wahl für sei­nen Gar­ten ach­tet er zu­dem auf eine gute Re­sis­tenz der Edel­blu­me. Als Mit­glied der deut­schen Ro­sen­freunde hat Bie­gale zu­dem ein großes Wis­sen ü­ber Ro­sen und konnte den Be­su­chern in sei­nem Gar­ten mit gu­ten Tipps wei­ter­hel­fen. »­Die meis­ten Gäste fra­gen nach der Pflege und Re­sis­tenz der Ro­se«, erzählt Bie­gale und er weiß »­die meis­ten Feh­ler wer­den bei der Pflan­zung vor­ge­nom­men – wenn man alle Merk­male der Be­hand­lung be­ach­tet, dann braucht man die Rose fast gar nicht zu sprit­zen.« Das Ehe­paar Bie­gale war das erste Mal bei der »Of­fe­nen Gar­ten­pfor­te« da­bei. »Eine Be­kannte fand, wir soll­ten mit­ma­chen und hat uns dann ein­fach an­ge­mel­det«, schmun­zelt Bie­gale – aber be­reut hat er es nicht, denn er würde im kom­men­den Jahr auch noch ein­mal mit­ma­chen.

»­Mein Gar­ten ist kein Zier­gar­ten – hier soll ge­spielt und ge­tobt wer­den«, sagt Gusti Ham­pe, die eben­falls ih­ren Gar­ten­zaun geöff­net hat. »­Meine En­kel sol­len sich hier aus­ge­las­sen be­we­gen kön­nen und wohl­fühlen – hier ist al­les für das Prak­ti­sche her­ge­rich­tet«, sagt sie und hat ver­schie­dene Spiel­e­cken an­ge­legt. Auch kleine krea­tive Ecken be­fin­den sich bei ihr im Gar­ten.

Ein bun­tes blühen­des Pa­ra­dies ha­ben Wil­fried und Rosi Re­quardt und das ist auch so ge­wollt. Beide sind ab­so­lute Gar­ten­lieb­ha­ber und ver­brin­gen viel Zeit und Liebe mit der Pflege und Her­rich­tung ih­res Gar­tens. »Es macht uns bei­den sehr viel Spaß und wir mö­gen es sehr, wenn zu fast je­der Jah­res­zeit et­was blüht«, sagt Rosi Re­quardt. So ha­ben die Bei­den ih­ren Gar­ten so an­ge­legt, dass sie die Früh­jahrs­blüher gleich zu Be­ginn der Gar­ten­sai­son er­freuen und bis der Win­ter die letz­ten Blüten ver­drängt, er­freuen sich die Gar­ten­lieb­ha­ber aber noch an den späten Herbst­blühern. »Von Tulpe bis As­ter blüht bei uns im­mer et­was«, sagt Wil­fried Re­quardt. Der ge­pflegte Gar­ten lässt auch die Be­su­cher ei­nige Fra­gen stel­len – so er­kun­di­gen sie sich nach der Pflege des Ra­sens, der im saf­ti­gen Grün steht, wie sie es schaf­fen, dass das Was­ser im Gar­ten­teich so klar ist und fra­gen nach der Dün­gung der Pflan­zen.

Man­che Be­su­cher nut­zen die »Of­fene Gar­ten­pfor­te« auch und ver­ban­den die Be­su­che mit ei­ner Fahr­rad­tour am Sonn­tag. Hier wa­ren auch die meis­ten Gäste un­ter­wegs in den Gär­ten, denn durch die tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren am Sams­tag wag­ten sich nur Ei­ni­ge.

vom 10.07.2010 | Ausgabe-Nr. 27B

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