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» Blomberg

Mit einem Vortrag von Helmut Brand starteten die Mitglieder der LSB Lippe-Süd ins neue Jahr

Erinnerungen mit spannenden Details

Blom­berg. Wie war das noch da­mals mit der Flie­ge­rei? Dies kön­nen am bes­ten Men­schen erzählen, die das al­les mit­er­lebt ha­ben. Aus ei­nem er­füll­ten Flie­ger­le­ben kann der 92-jäh­rige Hel­mut Brand, lang­jäh­ri­ges Mit­glied der LSG Lippe-Süd erzählen. Mit ei­nem Vor­trag ü­ber da­ma­lige Zei­ten, be­geis­terte er seine Flie­ger­ka­me­ra­den zum Jah­res­auf­tak­t.

Ü­ber 50 Mit­glie­der so­wie Freunde fan­den sich in der Ver­eins­kan­tine auf dem Flug­platz Bork­hau­sen, zum Fei­ern, Es­sen und Lau­schen ein. Hel­mut »­Pa­pi« Brand erzählte mit Hilfe vie­ler Bil­der, Fo­lien und leb­haf­ter Ges­ti­ku­la­tion das Le­ben als Pi­lot von 1914 bis heute und ließ da­bei kein span­nen­des De­tail aus.

»Ur­sprüng­lich wa­ren nur 30 Mit­glie­der an­ge­mel­det«, so Heinz Lüb­becke, Ge­schäfts­füh­rer der LSG Lippe-Sü­dost, »a­ber das In­ter­esse war so groß, dass sich viele spon­tan doch noch Zeit ge­nom­men ha­ben. Das freut uns natür­lich sehr.«

Und der Zu­spruch war wirk­lich so groß, dass die Räum­lich­kei­ten fast aus al­len Näh­ten platz­ten und jede Ni­sche ge­nutzt wer­den muss­te. Jung und Alt lausch­ten an­däch­tig den span­nen­den Er­fah­rungs­be­rich­ten von Hel­mut Brand, der von Her­mann Siek­mann tat­kräf­tig un­ter­stützt wur­de.

­Be­ein­dru­ckend war es, was Hel­mut Brand zu erzählen hat­te, der so­gar im Zwei­ten Welt­krieg flie­ge­risch tätig war, in­dem er Pi­lo­ten aus­bil­de­te. Eben ein Se­gel­flug­leh­rer durch und durch, denn Hel­mut Brand war 2004 mit 88 Jah­ren der äl­teste ak­tive Se­gel­flug­leh­rer Deutsch­lands. Ebenso in­ter­essant war es zu er­fah­ren, wie der Ver­ein und vor al­lem der Flug­platz, wie wir ihn heute ken­nen, ent­stan­den sind und wie die Mit­glie­der ihre Flug­zeuge selbst re­pa­rier­ten und ver­bes­ser­ten, mit dem We­ni­gen, was ih­nen da­mals zur Ver­fü­gung stand. Zu­gute kam ih­nen da­bei, dass viele der Mit­glie­der in nam­haf­ten Blom­ber­ger Fa­bri­ken ar­bei­te­ten, bei de­nen im­mer et­was für den Flug­platz ab­fiel. Je­der leis­tete da­bei sei­nen Bei­trag zum Werk.

»In dem Maße wäre das heute gar nicht mehr mög­lich, aber da­mals konn­ten wir da­mit den gan­zen Flug­platz ka­me­rad­schaft­lich selbst er­bau­en«, sagt Brand mit ei­nem zu recht stol­zen Blick. Am Ende der zwei­stün­di­gen Prä­sen­ta­tion folgte to­sen­der Ap­plaus, ge­lang­weilt hat sich während die­ser Zeit ga­ran­tiert nie­mand.

Nach ei­ner kur­zen An­spra­che zum neuen Jahr sei­tens des 1. Vor­sit­zen­den Wolf­gang Wien­ke­mei­er, wurde dann zum ge­mein­schaft­li­chen Grün­kohl-Es­sen ge­la­den.

An­ge­regt durch diese er­folg­rei­che Jah­res­auf­takt­schau, sol­len zwei wei­te­re, bild­rei­che Vor­träge ü­ber Aus­lands­flüge meh­re­rer Mit­glie­der mit ver­eins­ei­ge­nen Flug­zeu­gen, un­ter an­de­rem nach Kroa­tien und Skan­di­na­vien, im letz­ten Jahr, fol­gen.

vom 12.01.2008 | Ausgabe-Nr. 2B

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