LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Lemgo

Trauer-Denkmal an der Rintelner Straße geplant

»Gräber in der Ferne«

 

Lemgo (m­v). Ein in­ter­essan­tes und in der Re­gion ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt ha­ben Ver­tre­ter der Lem­goer christ­li­chen Kir­chen­ge­mein­den, des Ver­eins »Z­MO« (Zu­sam­men­ar­beit mit Ost­eu­ro­pa) so­wie der Stadt Lemgo auf den Weg ge­bracht: Der Name ist »­Grä­ber in der Fer­ne«. Da­hin­ter ver­birgt sich fol­gende Idee: Viele Men­schen ha­ben liebe Ver­stor­be­ne, de­ren Grä­ber sie aber nicht be­su­chen kön­nen, weil diese weit ent­fernt oder un­be­kannt sind. Für sol­che Ver­stor­be­nen soll nun in Lemgo eine Ge­denkstätte ge­schaf­fen wer­den. In­itia­tor Pas­tor Matt­hias Al­te­vogt: »­Die­ser Ort soll den An­gehö­ri­gen stil­les Ge­den­ken und Trauer er­mög­li­chen, auch das Ab­stel­len von Blu­men oder Ker­zen.«

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch wurde das Pro­jekt im Rat­haus vor­ge­stellt. Als Ort sei ein Platz auf dem Fried­hof Rin­tel­ner Straße vor­ge­se­hen, in Zu­sam­men­hang mit den be­reits vor­han­de­nen Ge­denkstät­ten (Sol­da­ten­grä­ber 1. und 2. Welt­krieg, To­ten­buch der Stadt, In­ter­na­tio­na­les Grä­ber­feld). Der Text-Vor­schlag für das Denk­mal lau­tet: »Für un­sere Lie­ben, um­ge­kom­men in der Frem­de, ge­stor­ben in der al­ten Hei­mat, ihre Grä­ber sind fern oder un­be­kannt, hier wol­len wir ih­rer ge­den­ken. Fasse meine Trä­nen in dei­nen Krug, ohne Zwei­fel, du zählst sie.«

­Zum Ent­wurf des Denk­mals gibt es einen Wett­be­werb: Drei lip­pi­sche Bild­hauer be­tei­li­gen sich an der Aus­schrei­bung. Die Künst­ler er­läu­tern ihre Pläne An­fang Mai in ei­ner nichtöf­fent­li­chen Jury-Sit­zung, die dar­auf­hin ent­schei­det. Die Ein­wei­hung des Denk­mals sei für Mitte 2011 vor­ge­se­hen, hieß es.

vom 13.02.2010 | Ausgabe-Nr. 6B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten