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» Schieder-Schwalenberg
Bauliche und pädagogische Erneuerungen an der Schlossparkschule
Hauptschule – fit für die Zukunft
Schieder (lig). Die Hauptschule Schieder erfährt in diesem Jahr eine bauliche und pädagogische Aufwertung: So wird die Schule energetisch erneuert und gleichzeitig in Teilen das Raumangebot umgebaut und erweitert, der Lehrertrakt heller und freundlicher gestaltet sowie das Ganztagsangebot im Nachmittagsbereich erweitert.
Bei den baulich-energetischen Veränderungen bleibt das bisherige Stahlbetonskelett bestehen und wird mit energetischen Wärmeverbundsystemen aufgefüllt, zudem werden neue Fenster angebracht. »Nach heutiger pädagogischer Auffassung ist es undenkbar, dass Schüler in dunklen Räumen sitzen und arbeiten«, so Bürgermeister
Gert Klaus im Gespräch über die geplante Maßnahme, die übrigens in diesem Jahr durchgeführt wird. Des Weiteren
sieht die Sanierung eine Flachdacherneuerung sowie die Erneuerung von defekten Lichtkuppeln vor.
Finanziert werden die Umbaumaßnahmen, die mit rund 752.000 Euro zu Buche schlagen unter anderem mit entsprechenden Fördergeldern. 420.000 Euro hat die Stadtverwaltung für diese Maßnahme bewilligt bekommen. Der Rest kommt aus städtischen Mitteln.
Ebenfalls mit Fördermitteln in Höhe von 50.000 Euro wird das von zwei auf drei Tagen erweiterte Angebot im Ganztagsbetrieb finanziert. Gleichzeitig gibt es auch bauliche Veränderungen. So wird die bisherige Mensa vergrößert und offener gestaltet. Auch ein modernes Mobiliar wird der Essensraum erhalten, der damit allerdings auch als Multifunktionsraum genutzt werden soll. Zudem wird ein Lese-Schreib-Lernzentrum eingerichtet. Eine Bibliothek und Computerplätze sollen den Schülern hier zusätzliche Möglichkeiten zur Weiterbildung ermöglichen. Hier fließen zudem Mittel aus dem Konjunkturpaket II ein.
Bauliche Veränderungen wird es auch im Bereich des Lehrerzimmers, des Schulleiterbüros und des Sekretariats geben. Hier sollen ebenso durch optimale Lichtverhältnisse bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Die Mittel hierfür kommen ebenfalls aus dem Konjunkturpaket II.
Vorstellen können sich die Verantwortlichen auch für die Zukunft ein kleines Gartencafé angrenzend an den Außenbereich der Mensa, wo sich die Schüler in der freien Zeit aufhalten können. Daher werden die bisherigen Fenster zu Türen umfunktioniert.
»Wir tun alles Vertretbare, um die Schule zukunftsfähig zu machen«, betonte der Bürgermeister, der sich erhofft, demnächst auch Schüler aus Steinheim in Schieder begrüßen zu können. Dort kamen zum kommenden Schuljahr bereits nicht mehr genug Anmeldungen zusammen für eine Einzügigkeit und ein Anmeldeverfahren für das kommende Jahr wird es gar nicht mehr geben, da die Prognosen auch für das darauffolgende Schuljahr keine Steigerung versprechen. Darum entschloss sich der Rat der Stadt Steinheim die Hauptschule Mitte 2011 zu schließen. Wie die Anmeldezahlen in Schieder aussehen werden, wird sich erst Ende Februar entscheiden. »Sollte der Jahrgang einzügig sein, werden wir wohl die einzige Schule sein, die den Abschluss 10a und 10b in der Einzügigkeit anbietet«, so Klaus. Bei der Zweizügigkeit werde es natürlich je eine der Klassen geben.
vom 06.02.2010 | Ausgabe-Nr. 6B


