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» Bad Salzuflen
Ausstellung über die Kulturgeschichte der Katze im Stadt- und Bädermuseum
Samtpfoten im Sommer
Bad Salzuflen (dib). Mit der Besucherzahl des Stadt- und Bädermuseums an der Langen Straße geht es wieder aufwärts. »Wir hatten im Jahresdurchschnitt immer rund 5.000 Besucher«, erläutert Museumsleiter Franz Meyer. »Im Jahr 2008 waren es allerdings nur etwa 4.000. Durch drei interessante Sonderausstellungen konnten wir 2009 die Besucherzahl wieder auf etwa 5.000 steigern.«
Meyer und Museumskurator Arnold Beuke stellten bei einem Pressegespräch auch die Vorhaben für 2010 vor. So wird es zu der noch bis 14. März zu sehenden Ausstellung »Agatha Christie und der Giftmord« noch zwei Sonderveranstaltungen geben. Am Freitag, 12. Februar gibt es um 19 Uhr unter dem Thema »Genuss und MitGift – ein mörderischer Abend für die Liebsten…« einen kulinarischen Leckerbissen mit exklusivem Viergang-Menü und Tischwein. Bei diesem unterhaltsamen Programm rechnen Meyer und Beuke auch mit dem Besuch von »Miss Marple«. Für diese Veranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl gibt es nur im Museum noch einige Restkarten.
Unter dem Motto »Tod auf dem Nil« dreht sich am Dienstag, 9. März um 19 Uhr alles um die enge Beziehung Agatha Christies zu Ägypten, wo sie auch als Archäologin tätig war. Es könnte sein, dass der berühmte Detektiv »Hercule Poirot« dieser Veranstaltung einen Besuch abstattet.
Die große Sommerausstellung vom 9. Mai bis zum 24. Oktober ist dem Thema »Samtpfoten, Fell und Fauchen – die Kulturgeschichte der Katze« gewidmet. Die sich putzende weiße Katze vor dem Museum aus dem Jahr 1895, das Markenzeichen der Hoffmann‘schen Stärkefabriken, bietet den Anlass für das Thema. Von den Katzengöttern des alten Ägyptens über die Verteufelung der Katze im Mittelalter bis zur »Karriere« der Katze in Märchen, Film und Musical spannt sich der Bogen dieser Ausstellung. Die besonderen Sinnesleistungen der Katze, die Vielfalt der Rassen und die Entwicklung der Zucht werden ebenfalls thematisiert.
»Es wird einen Aktionstag mit erfahrenen Edelkatzenzüchtern geben«, erklärte Meyer. »Und wir werden das rund 6.000 Jahre alte Verhältnis Mensch und Katze sowie den Umgang mit dem Haustier Katze in der heutigen Zeit betrachten.« Dazu haben Meyer und Beuke eine Bitte an die Salzufler: »Wir suchen noch Fotos und Geschichten über Erlebnisse mit Hauskatzen.« Sammelteller mit Katzenmotiven der Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Gemälde aus dem Firmenbesitz Hoffmann und ein echter Joshitoshi, der einer der bedeutendsten japanischen Holzschnitzkünstler des 19. Jahrhunderts war, sowie die Katze in der Kunst von Rubens bis Warhol und in der Werbung werden die Ausstellung noch interessanter gestalten. Für den Winter 2010/2011 ist eine Ausstellung zum Thema Wintervergnügen in früheren Zeiten geplant.
Wegen der Haushaltssicherung machen sich Meyer und Beuke Gedanken über die Zukunft des Museums. Denn die Zuschüsse der Stadt sind eine freiwillige Leistung, die auf den Prüfstand kommt. »Der Freiraum für Aktivitäten muss erhalten bleiben«, sagt der Museumsleiter. »Deshalb müssen wir attraktive Veranstaltungen anbieten, um das Museum zukunftssicher zu machen.« Meyer hofft für den Erhalt der Einrichtung auch auf Unterstützung durch die Bevölkerung. »Allerdings«, so Meyer weiter, »hat die Dauerausstellung durch den Beitrag zur Konsolidierung des Haushalts in ihrer jetzigen Präsentationsform Patina angesetzt und bedarf dringend einer Überarbeitung, die auf Grund der aktuellen Haushaltssituation erst mal zurückgenommen wurde.« Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen der Stadt bezeichnete er als sehr gut. »Das werden wir weiterhin pflegen.«
vom 06.02.2010 | Ausgabe-Nr. 6B


