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Der Kommentar Von Thomas Schwarzmann

Sparen und Investitionen in Balance

Der Det­mol­der Haus­halt setzt ge­nau die rich­ti­gen Ak­zen­te: kom­mu­na­ler Kli­ma­schutz, Stadt­ent­wick­lung und Fa­mi­li­en­po­li­tik. Und er steht auf ei­ner brei­ten Ba­sis, denn die meis­ten die­ser Ziele wer­den auch von den Par­teien und Grup­pie­run­gen mit­ge­tra­gen, die das Ge­samt­pa­ket ab­ge­lehnt ha­ben. Auch wenn Vol­ker Wie­mann von der Det­mol­der Al­ter­na­tive gerne noch mehr für ein­kom­mens­schwa­che Bür­ger her­aus­ge­holt hät­te, die Ba­lance zwi­schen Spa­ren und In­ves­tie­ren stimmt – ge­rade so.

­Denn an­ge­sichts stei­gen­der Ein­nah­men wächst die Be­reit­schaft, Geld aus­zu­ge­ben und auch mal Fünfe ge­rade sein zu las­sen. Eine Ge­fahr, die nicht nur Ste­phan Gri­gat son­dern auch Mi­chael Brie­den-Seg­ler in sei­ner Haus­halts­rede deut­lich ge­macht hat. Und die Ver­su­chung, die ei­gene Kli­en­tel zu be­schen­ken, wird im laufe den nächs­ten Jah­res noch stei­gen, schließ­lich ste­hen 2009 schon wie­der Kom­mu­nal­wah­len an. Da­bei wären ge­rade jetzt ener­gi­sche Spa­ran­stren­gun­gen nötig, um in Zei­ten ab­fla­chen­der Kon­junk­tur und sin­ken­der Ein­nah­men mehr Ge­stal­tungs­spiel­raum zu ha­ben.

Da­her ist es be­son­ders wich­tig, dass die Ent­schei­dungs­trä­ger wie­der mit­ein­an­der ins Ge­spräch kom­men und den Pro­zess der Struk­tur­kom­mis­sion wie­der auf­neh­men. Da­bei kann es sich die CDU nicht leis­ten, in der Schmol­le­cke zu ver­har­ren, und die Am­pel-Par­teien soll­ten nicht al­les un­ter sich ab­ma­chen, nur weil sie die Mög­lich­keit ha­ben, es durch­zu­set­zen. Denn in­halt­lich liegt man in vie­len Fra­gen gar nicht so weit aus­ein­an­der und mit stu­rem Fest­hal­ten an den ei­ge­nen Grundsät­zen ist die Po­li­tik den Her­aus­for­de­run­gen der mo­der­nen Welt nicht ge­wach­sen. Statt sich Frak­ti­ons­zwän­gen oder Ko­ali­ti­ons­dis­zi­plin zu un­ter­wer­fen und die ei­ge­nen In­ter­es­sen mit po­li­ti­schen Ge­gen­ge­schäf­ten durch­zu­set­zen, braucht Det­mold einen in­halt­li­chen Wett­be­werb um die bes­ten Kon­zepte und sach­dien­li­che Ent­schei­dun­gen. Das wäre doch ein gu­ter Vor­satz fürs neue Jahr!

vom 26.12.2007 | Ausgabe-Nr. 52A

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